WSOP 2011 – Event 58: Pius Heinz ist einer der November Nine

Es war ein harter Kampf um den Final Table beim diesjährigen $10.000 Main Event der World Series of Poker. Martin Staszko aus Tschechien geht als Chipleader in die 100tägige Pause. Aber auch der Deutsche Pius Heinz wird im November wieder zurück ins Rio’s kommen und um den Weltmeistertitel mitspielen.

Tag 7 war schnell erledigt gewesen und auch am letzten Tag blieb das Tempo hoch. Anton Makiievskyi ging als klarer Chipleader ins Finale. Selbst wenn er keine Hand mehr gespielt hätte, wäre ihm der Platz am Final Table schon sicher gewesen. Pius Heinz war als letzter Deutscher mit dabei und damit ruhten alle Hoffnungen auf ihm – zum einen um die bescheidene deutsche Bilanz der diesjährigen WSOP aufzubessern und zum anderen endlich mal wieder einen Deutschen am Final Table sitzen zu haben. Denn bislang schaffte das nur Henry Nowakowski und das liegt immerhin schon zehn Jahre zurück.

Kaum gestartet, musste Lars Bonding auch schon seinen Platz räumen. Er hatte sich immer wieder als Shortstack durch die Tage gerettet, nun musste er aber Platz 22 nehmen, als er mit seinen Assen am gefloppten Set 4s an Konstantinos Mamaliadis scheiterte.

Anton Makiiewskyi musste auch ein paar Chips lassen, als Chris Moore auf seine Kosten verdoppelte. Allerdings kam postwendend die Revanche und mit holte sich Anton die Chips zurück. Chris hatte auf die Kings gesetzt, am Board und damit Platz 21 für Moore.

Dass Könige gegen auch halten können, bewies die letzte Hand von Gionni Demers. Er traf kein Ass und die Könige von Konstantinos Mamaliadis beförderten ihn mit Platz 20 aus dem Turnier. Gleich darauf folgte Aleksandr Mozhnyakov, der mit an von Sam Barnhart scheiterte.

Mit 18 Spielern gab es nun einen Redraw, Anton Makiiewskyi hatte seine Führung ausgebaut. Pius Heinz stand bei 5,8 Mio., was nicht gut war, aber ihn auch nicht unmittelbar unter Zugzwang setzte. Der nächste, der gehen musste, war Kenny Shih. Er hatte auf Pocket 8s gesetzt, das Board aber brachte John Hewitt den Flush und damit das Aus für Kenny. Pius Heinz konnte dann mit seinen Kings Sam Barnhart verabschieden und stapelte so über 10 Mio. Chips vor sich. Sam Holden schickte dann mit Ryan Lenaghan nach Hause, der mit all-in war.

Für Pius gab es einen großen Sprung nach vorne, als er Andrey Pateychuk verabschieden konnte. Zunächst holte er sich mit am Board einen großen Pot. Dann callte er mit das All-in von Pateychuk mit . Das Board und Pius baute sein Stack bereits auf 25 Mio. aus.

Scott Schwalich hatte mit gegen ein Kickerproblem und musste sich mit Platz 14 begnügen. Pius musste dann wieder Chips lassen, als er John Hewitt einen großen Pot überlassen musste und fiel auf 16 Mio. zurück und auch in der nächsten Begegnung der beiden war Hewitt derjenige, der die Chips nehmen durfte.

Eoghan O’Dea, der die Führung übernommen hatte, baute diese noch aus, als er mit Pocket 7s Konstantinos Mamaliadis nach Hause schickte. Konstantinos hatte mit für 4 Mio. gepusht, am Board und die Straße für O’Dea bedeutete Platz 13 für Konstantinos.

Mit 12 Spielern ging es dann auch in die Dinnerbreak, ehe es ins Finale ging. Bei Pius Heinz ging es weiter bergab, aber es war Bryan Devonshire, der als nächster gehen musste. Er war mit gegen von Eoghan O’Dea all-in. Das Board brachte die Queen für beide, aber der besser Kicker von O’Dea schickte Bryan mit Platz 12 vom Tisch.

Das nächste All-in und Call traf Pius. Er hatte auf gesetzt, John Hewitt snappte mit . Das Board brachte Pius wieder zurück ins Turnier und er lag damit bei 18 Mio. Chips.

Khoa Nguyen war dann mit Pocket 10s gegen die Kings von Martin Staszko all-in. Hier kannte das Board keine Gnade und Ngyuen musste Platz 11 nehmen.

Die verbliebenen zehn Spieler wurden nun an einen Tisch zusammengesetzt. Einer musste noch ausscheiden, ehe die offiziellen November Nine gefunden waren. Nun ging es ans Eingemachte und das Spiel wurde sehr vorsichtig. Keiner wollte dieser eine sein, der mit „nur“ $607.882 nach Hause gehen musste.

Kurzzeitig konnte Martin Staszko die Führung übernehmen, als er sich gegen Phil Collins mit Pocket Jacks gegen am Board Riesenpot holen konnte. Phil Collins holte sich aber wieder Chips zurück und Eoghan O’Dea auch seine Führung.

Bei Matt Giannetti wurde es langsam eng. Für nur noch 5,5 Mio. war er mit gegen von John Hewitt all-in. Der Pokergott war gnädig, das Board brachte und Giannetti konnte verdoppeln. Das Kunststück gelang ihm noch mal und das wieder mit Jacks. Dieses Mal hielt Ben Lamb , das Board und Giannetti verdoppelte auf 19 Millionen Chips.

Für John Hewitt ging es dagegen weiter bergab. Denn mit callte er das All-in von Badih Bounahra. Das Board brachte auch für den zweiten Shortstack das Double-up und Hewitt blieb mit nur noch 4 Mio. Chips sitzen. Er war es dann auch, der nach einem Raise von Eoghan O’Dea mit Pocket 3s all-in ging. O’Deah zahlte mit nach, das Board und damit war John Hewitt derjenige, der nicht im November wiederkommen wird. $607.882 sind sein Trostpflaster, aber es wird noch dauern, bis er sich darüber freuen kann.

Denn die anderen kommen im November wieder. Alle haben $782.115 sicher, die restlichen Beträge werden durch die Zinsen noch mehr werden. Der Weltmeister 2011 wird in jedem Fall mit $8.711.956 nach Hause gehen. Und erstmals nach 2001 kann der Weltmeister auch wieder aus Deutschland kommen, denn Pius Heinz schaffte den Sprung an den Final Table.

Seat 1 — Matt Giannetti — 24.750.000
Seat 2 — Badih Bounahra — 19.700.000
Seat 3 — Eoghan O’Dea — 33.925.000
Seat 4 — Phil Collins — 23.875.000
Seat 5 — Anton Makiievskyi — 13.825.000
Seat 6 — Samuel Holden — 12.375.000
Seat 7 — Pius Heinz — 16.425.000
Seat 8 — Ben Lamb — 20.875.000
Seat 9 — Martin Staszko — 40.175.000

 

Rang Name Preisgeld $
1 8.711.956
2 5.430.928
3 4.019.635
4 3.011.661
5 2.268.909
6 1.720.396
7 1.313.851
8 1.009.910
9 782.115
10 John Hewitt 607.882
11 Khoa Nguyen 607.882
12 Bryan Devonshire 607.882
13 Konstantinos Mamaliadis 478.174
14 Scott Schwalich 478.174
15 Andrey Pateychuk 478.174
16 Ryan Lenaghan 378.796
17 Sam Barnhart 378.796
18 Kenny Shih 378.796
19 Aleksandr Mozhnyakov 302.005
20 Gionni Demers 302.005
21 Chris Moore 302.005
22 Lars Bonding 302.005

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
8 Comments
Inline Feedbacks
View all comments