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Kabrhel sorgt für Chaos, Furth holt sich das Bracelet: PLO-Drama bei der WSOP

  • Skandalfigur Kabrhel: Mehr als 20 Clock Calls und eine 10-Sekunden-Regel für den Tschechen.
  • Unfassbares Comeback: Caleb Furth gewinnt das Turnier mit nur 1,25 Big Blinds in der kritischen Phase.
  • Starkes deutsches Ergebnis: Fabian Riebau-Schmithals wird Zweiter und kassiert über 400.000 US-$.

Martin Kabrhel hat es wieder getan. Der polarisierende Tscheche brachte beim 5. Event der World Series of Poker 2025 – einem 5.000 US-$ Pot-Limit-Omaha-Turnier – die Geduld seiner Gegner an den Rand des Erträglichen. 

Caleb Furth mit seinem WSOP-Bracelet.
Caleb Furth mit seinem WSOP-Bracelet.

Schon vor dem Finaltag war er durch extremes „Tanking“ aufgefallen: Immer wieder ließ er sich mit Entscheidungen Zeit, sprach mit dem Publikum, machte Witze – und löste damit reihenweise „Clock Calls“ aus. Selbst für simple Checks preflop nahm sich Kabrhel gefühlte Ewigkeiten. Die Folge: Der Floormanager führte schließlich eine 10-Sekunden-Regel für ihn ein.

Dabei war Kabrhel mit großen Ambitionen in den Tag gestartet. Als Co-Chipleader unter den letzten elf Spielern hatte er gute Chancen auf sein viertes Bracelet. Doch sein Verhalten sorgte für zunehmende Spannungen. Besonders US-Profi Caleb Furth, Kabrhels späterer Bezwinger, fühlte sich von der Taktik irritiert. „Ich denke, er versucht gezielt, andere zu stören. Mich hat es eine Zeit lang tatsächlich aus dem Konzept gebracht“, so Furth.

Ein Chip und ein Wunder

Doch trotz allem stand am Ende nicht Kabrhel im Mittelpunkt, sondern Caleb Furth selbst. Der junge Amerikaner, von Freunden „Bruno“ genannt, lag zwischenzeitlich mit nur einem einzigen 100.000er-Chip bei Blinds von 80.000 fast aussichtslos zurück. Doch er glaubte an sich, riskierte alles – und startete eines der spektakulärsten Comebacks der WSOP-Geschichte. Binnen weniger Level kämpfte er sich zurück an die Spitze und gewann das Turnier schließlich im Heads-up gegen den deutschen PLO-Spezialisten Fabian Riebau-Schmithals.

Riebau-Schmithals dominierte lange das Geschehen am Finaltisch. Mit über 25 Millionen Chips bei sechs verbleibenden Spielern schien ihm das Bracelet kaum zu nehmen. Doch Furth blieb geduldig, gewann mehrere kleinere Pötte und schloss die Lücke – unter anderem mit einem geschickten Bluff gegen seinen späteren Finalgegner.

Showdown nach Kabrhels Aus

Als nur noch drei Spieler übrig waren, setzte Furth dem Treiben von Kabrhel ein Ende. Der Tscheche, weiterhin mit provokanten Sprüchen und ständiger Zeitverzögerung auffällig, wurde nach einem weiteren misslungenen Versuch, seine Gegner aus dem Konzept zu bringen, von Furth eliminiert. Ohne ein weiteres Wort verließ er den Turniersaal – sogar mit etwas mehr Tempo, als man von ihm gewohnt ist. 

Im anschließenden Duell Furth gegen Riebau-Schmithals behielt Furth klar die Oberhand. Nach kurzer Spielzeit sicherte er sich sein zweites Bracelet und das Preisgeld von 620.696 US-$ (ca. 571.040 €).

Die Ergebnisse beim WSOP Event #5 5.000 US-$ Pot-Limit Omaha:

Platz Spieler Land Preisgeld (US-$) Preisgeld (ca. €)
1 Caleb Furth USA 620.696 US-$ ca. 571.040 €
2 Fabian Riebau-Schmithals Deutschland 413.762 US-$ ca. 380.660 €
3 Martin Kabrhel Tschechien 288.775 US-$ ca. 265.674 €
4 Matthew Cosentino USA 204.808 US-$ ca. 188.423 €
5 Mark Aridgides USA 147.647 US-$ ca. 135.835 €
6 Noel Rodriguez USA 108.221 US-$ ca. 99.563 €
7 Jeremy Trojand Deutschland 80.673 US-$ ca. 74.220 €
8 Lawrence Brandt USA 61.179 US-$ ca. 56.284 €
9 Roussos Koliakoudakis Griechenland 47.213 US-$ ca. 43.436 €


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