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WSOP Main Event: Kenny Hallaert dominiert, Kassouf fliegt raus, Margets schreibt Geschichte

  • Hallaert dominiert: Der Belgier führt nach Tag 7 mit 63,6 Millionen Chips das Feld an.
  • Kassouf fliegt raus: Nach Eskalation und Beleidigungen wird Will Kassouf vom Turnier ausgeschlossen.
  • Starke Frau: Leo Margets will als erste Frau seit 1995 den WSOP-Finaltisch erreichen.

Beim WSOP Main Event kam es zu einem handfesten Skandal. Außerdem ist eine Spielerin schon jetzt dabei, sich unsterblich zu machen. An Tag 7 ist viel passiert. Wir geben einen Überblick.

Hallaert am Pokertisch bei der WSOP 2025.
Hallaert konnte seine Führung behaupten.

 

Hallaert bleibt ruhig und baut Führung aus

Tag 7 des 2025 WSOP Main Events endete mit einem vertrauten Namen an der Spitze: Kenny Hallaert fürrt den Chipcount wie auch schon nach Tag 6 weiterhin souverän an. Der belgische Poker-Pro, der bereits 2016 den Finaltisch erreichte, sicherte sich mit 63,6 Millionen Chips erneut den Chiplead. Sprich: Er hat einen Vorsprung von über 12 Millionen auf den Zweitplatzierten Braxton Dunaway inne.

Will Kassouf: Drama, Strafen und der Rauswurf

Hallaerts Dominanz kam augenscheinlich nicht bei allen am Tisch gut an. Nachdem der Belgier den lautstarken Briten Will Kassouf mit K♥️ 5♥️ gegen 7♠️ 7♦️ eliminierte, eskalierte die Situation.

Aber blicken wir zunächst einmal zurück, denn schon früher am Tag erhielt Kassouf eine Strafe wegen Beleidigung eines Mitspielers, später folgte eine weitere nach der Beschimpfung seines gesamten Tisches als „little bit***s“.

Trotz eines zwischenzeitlichem Double-up kämpfte der Brite mit dem lockeren Mundwerk mehr gegen die Turnierleitung und seine Mitspieler als um den Titel. Nach seinem Bust auf Platz 33 wurde er vom Sicherheitspersonal aus dem Horseshoe eskortiert, inklusive eines Banns für den Rest der WSOP.

Poker Hall of Famer Nick Schulman kommentierte: „Ich hoffe, er ist okay.“ Und doch atmete der gesamte Tisch auf, als Kassouf schließlich ging. Die Ohrstöpsel, die Adam Hendrix zuvor für alle gekauft hatte, waren jedenfalls eine gute Investition.

Leo Margets auf dem Weg in die Geschichtsbücher

Die Spanierin Leo Margets schrieb derweil ihre ganze eigene Story: Sie ist erneut „Last Woman Standing“ und übertraf schon jetzt ihr bislang bestes Ergebnis von 2009 (Platz 27). Sie hat momentan über 17 Millionen Chips im Stack. Sollte sie das Finale erreichen, wäre sie die erste Frau seit Barbara Enright 1995, der dieses Kunststück gelingt.

„Ich bin einfach dankbar, hier zu sein“, sagte sie. „Wie oft im Leben kommt man bis Tag 7 eines Main Events? Ich versuche einfach, jede Hand bestmöglich zu spielen.“

Prominente Busts auf dem Weg zum Finaltisch

Zahlreiche andere prominente Spieler verabschiedeten sich dagegen am siebten Spieltag, darunter Greg Merson (Platz 52), der Deutsche Leon Sturm (48), Nick Pupillo (42) und Chad Power (35). Auch Eric Afriat, Zweiter zu Tagesbeginn, scheiterte trotz starker Ausgangsposition.

Am Sonntag kehren die letzten 24 Spieler an die Tische zurück, und zwar allesamt mit einem Ziel: die letzten neun Plätze zu erreichen. Jeder ist bereits um 360.000 US-$ (ca. 308.000 €) reicher, aber 10 Millionen US-$ (ca. 8,5 Millionen €) sind eben doch noch einmal eine andere Hausnummer.

So steht es nach Tag 7:

Rang Spieler Chipcount
1 Kenny Hallaert 63.600.000
2 Braxton Dunaway 51.100.000
3 Muhamet Perati 50.100.000
4 Adam Hendrix 39.500.000
5 Luka Bojovic 33.900.000
6 Richard Freitas 32.500.000
7 Joey Padron 29.900.000
8 Daniel Iachan 28.100.000
9 Ruben Correia 26.700.000
10 Daehyung Lee 25.600.000
11 Stefan Nemetz 23.200.000
12 Tony Gregg 22.500.000
13 Lautaro Guerra 18.000.000
14 Leo Margets 17.800.000
15 Joseph Ozimok 15.100.000
16 Diego Ponce 14.900.000
17 Jarod Minghini 14.200.000
18 Michael Mizrachi 11.400.000
19 Sergio Veloso 11.200.000
20 Chris Dombrowski 11.000.000
21 Sebastian Schulze 11.000.000
22 John Wasnock 9.500.000
23 Tomas Szwarcberg 5.400.000


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