- Ausschluss von der WSOP: Will Kassouf wird nach Platz 33 und 300.000 US-$ Gewinn vom Turnier ausgeschlossen.
- Streit mit der Turnierleitung: Mehrfache Zeitstrafen und hitzige Diskussionen prägten Tag 7.
- Erneuter Eklat: Der britische Trash-Talker polarisiert wie schon bei der WSOP 2016 mit seinem Verhalten am Tisch.
Der britische Pokerspieler Will Kassouf ist nach seinem Ausscheiden auf Platz 33 beim WSOP Main Event 2025 nicht nur mit 300.000 US-$ (ca. 257.000 €) Preisgeld, sondern auch mit einem Ausschluss von der restlichen Turnierserie „belohnt“ worden.

Nach seinem Bustout gegen den aktuellen Chipleader Kenny Hallaert – Kassouf verlor mit 7♠️ 7♦️ gegen K♥️ 5♥️ auf dem Board A♣️ J♠️ 10♦️ K♣️ J♥️ – eskalierte die Situation am Horseshoe & Paris Las Vegas. Zuschauer reagierten mit Buhrufen, Gesang und Applaus, als Kassouf von Sicherheitskräften hinausbegleitet wurde.
Dauerstreit mit der Turnierleitung
Bereits im Vorfeld hatte Kassouf wiederholt für Kontroversen gesorgt. Er erhielt mehrere Zeitstrafen für exzessiv langes Nachdenken („Tanking“) und provozierte seine Mitspieler mit Trash Talk. Am siebten Turniertag wurde er in der ersten Hand direkt erneut verwarnt, was in einer Runde Sperre mündete.
Während einer Pause eskalierte dann der Streit mit WSOP-Vize Jack Effel. Kassouf sagte unter anderem: „Americans can’t take it“. Zwar versuchte Effel zu deeskalieren und bot eine Verlängerung von Kassoufs Shotclocks auf 30 Sekunden an, doch die Stimmung am Tisch war längst vergiftet.
Nach seinem Bust zeigte sich Kassouf laut und angriffslustig. Er rief seinen Mitspielern Sätze wie „Ich werde mir eure Gesichter merken“ zu und forderte ein Gespräch mit der Turnierleitung. Die Szene, bei der er unter Polizeibegleitung zur Auszahlung geführt wurde, wurde von zahlreichen Medien dokumentiert und verbreitete sich schnell. Anschließend wurde ihm der weitere Zutritt zur WSOP 2025 untersagt.
Dass Kassouf negativ auffällt, ist übrigens kein Novum. Der Brite ist seit Jahren als polarisierender Charakter bekannt. Bereits bei der WSOP 2016 fiel er durch provokantes Verhalten auf, etwa durch verbale Spielchen gegen Stacy Matuson.