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US-Poker-Skandal: Auch NFL-Legende Antonio Gates unter Verdacht

  • Hall-of-Famer: Antonio Gates soll ein manipuliertes High-Stakes-Pokerspiel in Miami veranstaltet haben.
  • Verbindung zum NBA-Skandal: Auch Curtis Meeks war beteiligt.
  • Noch keine Anklage: Gates Name taucht bisher nur in Berichten auf, nicht in offiziellen Dokumenten.

Nach dem jüngsten Erdbeben rund um illegale Pokerpartien und Sportwetten im Umfeld der NBA rückt nun auch die NFL in den Fokus. Wie der Journalist Pablo Torre berichtet, soll der frisch in die Pro Football Hall of Fame aufgenommene Antonio Gates an einem manipulierten Pokerabend in Miami teilgenommen haben.

Antonio Gates auf dem Football-Platz
Antonio Gates wurde erst vor Kurzem in die Hall of Fame der NFL aufgenommen.

 

Gates sei demnach sogar Gastgeber der fraglichen Partie gewesen. Organisiert wurde das Event offenbar von Curtis Meeks, der bereits im Zusammenhang mit dem großangelegten Glücksspielskandal angeklagt wurde. Der Fall bringt nun also einen der bekanntesten Tight Ends der NFL-Geschichte in Erklärungsnot.

Prominente Namen als Teil eines perfiden Plans?

Laut Torre war die Teilnahme von Gates Teil eines größeren Plans. Seine Prominenz sollte angeblich als Köder dienen, um Spieler in die teuren High-Stakes-Runden zu locken. Ob Gates selbst in die eigentliche Manipulation der Spiele verwickelt war, ist bislang unklar. Die Rede ist von „fortgeschrittener Technologie“, die eingesetzt wurde, um den Ausgang der Partien zu beeinflussen.

Auch Basketballstars wie Chauncey Billups, Terry Rozier oder Damon Jones wurden in der vergangenen Woche festgenommen, während NBA-Legenden wie Kevin Garnett oder Clippers-Coach Ty Lue zumindest namentlich mit den Veranstaltungen in Verbindung gebracht wurden, wenn auch bislang ohne strafrechtliche Konsequenzen.

Legende unter Verdacht

Für Gates kommt die Enthüllung zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Erst im August 2025 wurde er in die Hall of Fame aufgenommen, nachdem er in 16 NFL-Saisons für die Chargers über 11.800 Yards Raumgewinn und 116 Touchdowns erzielt hatte. 

Der 45-Jährige ist derzeit als „Legends Ambassador“ für die Liga aktiv und galt bislang als sportliches Vorbild ohne Makel. Ob die neuen Vorwürfe seiner Legacy schaden, hängt nun von den weiteren Ermittlungen ab. Bislang ist er in keinem Gerichtsdokument als Beschuldigter aufgeführt.

Die NFL hat sich bislang nicht offiziell zu den Vorwürfen geäußert. Beobachter rechnen jedoch mit einer internen Prüfung und möglichen disziplinarischen Maßnahmen, sollten sich die Hinweise erhärten.

Update vom 28.10.2025: Gates wehrt sich gegen Anschuldigungen

Nachdem Antonio Gates am Wochenende mit Berichten über ein angeblich manipuliertes High-Stakes-Pokerspiel in Verbindung gebracht wurde, hat der NFL-Hall-of-Famer nun über seine Managerin klar Stellung bezogen. Denise White ließ im Namen von Gates verlauten: „Antonio Gates war weder involviert noch wurde er einer Straftat bezichtigt. Behauptungen in diese Richtung sind falsch und entbehren jeglicher Grundlage.“ Weitere Stellungnahmen werde es nicht geben.

Diese Reaktion folgt auf einen Bericht des US-Journalisten Pablo Torre, der Gates als Gastgeber eines manipulierten Pokerabends in Miami nannte. Organisiert worden sei das Spiel laut Torre von Curtis Meeks, einem der über 30 Angeklagten im sich ausweitenden Glücksspielskandal, der unter anderem auch zur Verhaftung von NBA-Coach Chauncey Billups geführt hat.

Gates bisher nicht offiziell belastet

Trotz der medienwirksamen Nennung von Gates durch Torre sind bislang keine offiziellen Ermittlungsakten veröffentlicht worden, in denen der ehemalige Tight End als Beschuldigter aufgeführt ist. Weder auf Bundes- noch auf Landesebene gibt es derzeit ein Verfahren gegen den 45-Jährigen, der erst im August 2025 in die Pro Football Hall of Fame aufgenommen wurde.

Der Verdacht gegen Gates speiste sich aus der Schilderung eines mutmaßlichen Opfers, das in einem Bericht der New York Post davon sprach, bei einem manipulierten Pokerspiel von einer Gruppe rund um Meeks um eine Million US-Dollar betrogen worden zu sein. Dabei sei ein „ehemaliger NFL-Spieler“ als Lockvogel eingesetzt worden.

    Yannick Schroth

    Yannick findet man immer dort, wo das WLAN stabil ist und Poker gespielt wird. Als digitaler Nomade schreibt er seit Jahren über das, was ihn wirklich packt: spannende Hände, emotionale Showdowns und die Menschen hinter den Chips. Während des Studiums machte er sich selbständig, um seine Reisen mit dem Schreiben zu finanzieren, blieb dann aber zumindest journalistisch am Pokertisch hängen. Heute liefert er Hintergrundberichte, News und Momentaufnahmen aus der Szene.

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