- Gefährliche Kombination: Adrian Peterson fährt nach Pokerabend betrunken mit geladenem Revolver im Auto
- Erneute Eskalation: Bereits im Juni war Peterson in eine Prügelei bei einem Pokerspiel verwickelt
- Vom MVP zum Problemfall: Die NFL-Ikone kämpft nach Karriereende mit Skandalen und Selbstkontrolle
Der einst gefeierte NFL-Star Adrian Peterson ist am vergangenen Sonntagmorgen im texanischen Sugar Land wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss und unerlaubten Waffenbesitzes festgenommen worden.

Laut Polizeibericht wurde der 40-Jährige gegen 10 Uhr von einem Passanten bemerkt, wie er an einer Tankstelle schlafend am Steuer seines laufenden SUVs lehnte. Die Polizei fand ihn mit dem Smartphone in der Hand, zusammengesunken am Lenkrad, und weckte ihn. Bei der anschließenden Kontrolle stellte sich heraus: Der Alkoholpegel lag mit 0,14 % deutlich über dem gesetzlichen Grenzwert von 0,08 %. Zudem entdeckten die Beamten eine geladene Glock im Handschuhfach. Peterson hatte keine Erlaubnis, eine solche Waffe mit sich zu führen.
Pokerabend mit Folgen
Laut eigenen Angaben hatte Peterson nur wenige Stunden zuvor an einem privaten Pokerabend in Houston teilgenommen, bei dem auch Alkohol geflossen sei. Er habe zwei bis drei Wodka-Mischungen konsumiert, bevor er sich ans Steuer setzte, so Peterson gegenüber der Polizei. Die Party endete demnach in den frühen Morgenstunden.
Bereits im April war Peterson wegen eines vergleichbaren Vorfalls aufgefallen, als er in Minneapolis nach einer Vikings-Veranstaltung mit ähnlichem Promillewert aus dem Verkehr gezogen wurde. Die aktuellen Anklagen gelten in Texas und Minnesota jeweils als Vergehen der Klasse B.
Rückblick auf den Faustkampf im Juni
Solche Eskalationen sind für den ehemaligen Vikings-Star keineswegs Neuland. Im Juni sorgte Peterson bereits für Schlagzeilen, als er bei einem Spiel im Pokerclub „JokerStars“ in Houston in eine handfeste Schlägerei geriet. Aufnahmen zeigten, wie er sich mit einem anderen Spieler über eine Hand stritt und die Situation schließlich in einem wüsten Faustkampf mündete.
Peterson verteidigte sich später damit, es habe sich um eine „Bruder-Situation“ gehandelt. Beide hätten sich nach dem Streit wieder zusammengerauft und weitergespielt. Die Polizei wurde damals nicht eingeschaltet.
Vom Football-Held zur tragischen Figur
Petersons sportlicher Ruhm steht in krassem Kontrast zu seiner jüngsten Geschichte. Der Running Back aus Texas, der seine NFL-Karriere 2007 bei den Minnesota Vikings begann, verzeichnete in 15 Spielzeiten 14.918 Rushing Yards, 120 Touchdowns und sieben Pro-Bowl-Nominierungen.
Trotz seiner Erfolge wird sein Name zunehmend mit Eskapaden außerhalb des Spielfelds verbunden: Von Kindesmisshandlungsvorwürfen über alkoholbedingte Fahrten bis hin zu Prügeleien bei Kartenspielen war schon vieles dabei.