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Barbero bezwingt Ivey – Vierter Triton-Titel für den Argentinier

  • Nacho siegt in Jeju: Ignacio Barbero gewinnt das 30.000-US-$-PLO/NLH bei der Triton Super High Roller Series 2025.
  • Ivey gestoppt: Poker-Ikone Phil Ivey verpasst seinen sechsten Triton-Titel trotz Chiplead.
  • Kurioser Glücksbringer: Ein Hundebild soll Barbero den Sieg beschert haben.

Phil Ivey war drauf und dran, Geschichte zu schreiben. Beim Event #11 der Triton Super High Roller Series Jeju II, einem neu eingeführten 30.000-US-$-PLO/NLH-Mix, saß er mit Chiplead am Finaltisch und hätte als erst zweiter Spieler überhaupt seinen sechsten Triton-Titel holen können. 

Nacho Barbero nach seinem Sieg in Jeju.
Nacho Barbero nach seinem Sieg in Jeju.

 

Doch es kam anders. Trotz starker Leistung musste sich der 11-fache WSOP-Champion am Ende einem Mann geschlagen geben, der sich in Topform präsentierte: Ignacio „Nacho“ Barbero.

Turnierpremiere mit Staraufgebot

Das kombinierte Pot-Limit-Omaha/No-Limit-Hold’em-Format feierte bei Triton seine Premiere und brachte ein Finaltisch-Line-up zusammen, das sich wie ein Who-is-Who des High-Stakes-Pokers liest. Neben Ivey kämpften Daniel Dvoress, Dylan Linde, Eelis Parssinen und David Wang um den Sieg. 

Schon früh sorgte Daniel Dvoress für ein Highlight, als er Eelis Parssinen in einer PLO-Runde mit Vierlingen aus dem Turnier nahm. Parssinen lief direkt in Dvoress’ A♠️ A♦️ A♥️ A♣️. Ein denkbar bitteres Ende für den Finnen. 

Den Lauf des Tages erwischte allerdings Nacho Barbero im späteren Turnierverlauf. Mit einer Serie starker Hände dominierte der Argentinier das Spiel. Zunächst eliminierte er David Wang, bevor auch Dvoress dran glauben musste. Barbero traf mit 10♥️ 7♦️ 6♣️ 6♦️ auf dem Flop 3♥️ 5♥️ 4♦️ direkt die Nut-Straight. Dvoress war mit A♠️ K♠️ K♦️ 10♦️ unterwegs und checkte den Flop ebenso wie Barbero. Der Turn J♦️ öffnete Ivey später die Tür für Flush-Chancen, doch auch ihn erwischte Barbero am Ende eiskalt. Der River 5♠️ besiegelte das Schicksal des US-Amerikaners und machte Barbero zum Champion.

Für Barbero bedeutete das neben 646.000 US-$ Preisgeld auch seinen vierten Triton-Titel, womit er nun mit Größen wie Fedor Holz und Matthias Eibinger gleichzieht.

Ein Hundebild bringt das Glück zurück

Barberos Sieg kam zwar nicht aus dem Nichts, aber nach eigener Aussage war der Weg alles andere als einfach. Schlafmangel, mentale Belastung und schlechte Laune hatten ihn während der Serie geplagt. Zumindest, bis ein kurioser Glücksbringer half: „Ich war am Verlieren und schrieb Dan Colman, er solle mir ein Bild von seinem Hund schicken. Ich liebe diesen Hund! Danach lief es plötzlich.“

Auch anderweitig läuft es für den Argentinier derzeit. Nach dem Eklat rund um ACR hat er mit WPT Global mittlerweile einen neuen Arbeitgeber gefunden. In diesem Rahmen hat er sich auch zu den Ereignissen geäußert.

Hier die Ergebnisse:

Platz Spieler Land Preisgeld (US-$) Preisgeld (€)*
1 Ignacio Barbero Argentinien 646.000 549.100
2 Phil Ivey USA 448.000 380.800
3 David Wang Australien 297.000 252.450
4 Daniel Dvoress Kanada 232.000 197.200
5 Dylan Linde USA 187.000 158.950
6 Igor Yaroshevskyy Ukraine 146.000 124.100
7 Eelis Parssinen Finnland 116.000 98.600
8 Ben Tollerene USA 79.000 67.150
9 Michael Wang USA 79.000 67.150

    Yannick Schroth

    Yannick findet man immer dort, wo das WLAN stabil ist und Poker gespielt wird. Als digitaler Nomade schreibt er seit Jahren über das, was ihn wirklich packt: spannende Hände, emotionale Showdowns und die Menschen hinter den Chips. Während des Studiums machte er sich selbständig, um seine Reisen mit dem Schreiben zu finanzieren, blieb dann aber zumindest journalistisch am Pokertisch hängen. Heute liefert er Hintergrundberichte, News und Momentaufnahmen aus der Szene.

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