- Disqualifiziert: Will Kassouf wird vom WSOP Main Event ausgeschlossen und erhält Turnierverbot für 2025.
- Negreanu & Co: „Verdiente Strafen“, heißt es unisono.
- Debatte entfacht: Einige Profis fordern mehr Verhältnismäßigkeit und kritisieren das Vorgehen der Turnierleitung.
Am siebten Tag des WSOP Main Events 2025 eskalierte Will Kassouf endgültig. Nach zahlreichen Regelverstößen, minutenlangen „Tanks“ und ständigen Provokationen gegenüber Mitspielern und Turnierleitung wurde der Brite zunächst disqualifiziert und anschließend für den Rest der Turnierserie gesperrt. Obwohl er mit 300.000 US-$ (ca. 257.000 €) Preisgeld nach Hause ging, bleibt vor allem die Art und Weise seines Abgangs in Erinnerung.

Unterstützer fordern Verhältnismäßigkeit
Einige wenige Profis nahmen Kassouf in Schutz, zumindest teilweise. Phil Hellmuth lobte die „Rekord-Einschaltquoten“ am Drama-Tag und sprach von großartigem Poker-TV.
All-time record viewership of the @wsop main event right now! I am watching…Great characters, lots of excitement, great commentary…
It’s on @PokerGO right now…#POSITIVITY
— phil_hellmuth (@phil_hellmuth) July 12, 2025
High Roller Chris Brewer kritisierte die plötzliche Härte der Turnierleitung: „Von 0 auf 100 in der Durchsetzung. Dabei wurde das Verhalten vorher noch toleriert.“
man I swear wsop is handling Kassouf in a way I am beginning to be on his side….. what is happening
— Chris Brewer (@Chris_D_Brewer) July 12, 2025
Bracelet-Gewinner Pat Lyons bemängelte die öffentliche Bloßstellung und forderte ein diskreteres Vorgehen. Selbst Nick Schulman räumte ein, er werde Kassouf „ein bisschen vermissen“.
Klare Kante von Negreanu, Matusow & Co.
Die Mehrheit der Pokerelite sprach sich derweil aber entschieden gegen Kassouf aus. Daniel Negreanu urteilte in seinem Vlog: „Bei Kassouf ist die Antwort auf jede Regelfrage immer: Ja, es ist eine Strafe. Er hat sie sich verdient.“
Mike Matusow stimmte knapp zu: „Er hat es verdient.“ Eric Froelich betonte den enormen Mehraufwand für das Personal: „Ein Spieler darf nicht den Ablauf des wichtigsten Turniers des Jahres sabotieren.“ Auch Cliff Josephy, Matt Berkey und Lex Veldhuis äußerten sich deutlich. Veldhuis stellte klar: „Hohe Klickzahlen bedeuten nicht, dass jemand gut für das Spiel ist.“
Warned you all 9 years ago that Kassouf, at his best, was a piece of garbage. Seems many agree now
— Cliff Josephy (@JohnnyBaxPoker) July 12, 2025
Kommentator Nick Wright brachte es augenzwinkernd auf den Punkt: „Der große Gewinner dieses Dramas ist Martin Kabrhel. Im Vergleich wirkt er plötzlich sympathisch.“
Biggest winner of this entire Will Kassouf fiasco has to be my guy @martinkabrhell, who at this point seems downright charming! #ZeroMistakes
— nick wright (@getnickwright) July 13, 2025
Ob Kassouf 2026 erneut auftreten darf, ist bislang noch offen.