Kolumnen

Familientreffen: Eine Road-Story mit Aha-Effekt oder Wie starte ich gut vorbereitet in ein Turnier?

Das Jubiläums-Festival des Gaming Institutes gleicht einem großen Familientreffen:
Direkt bei der Ankunft trifft man alte Bekannte und lernt neue Freunde kennen.
Neue Freunde – wie Alain, den Elsässer. Alte Bekannte – wie Heinrich, einer der spannendsten Menschen, die ich je kennengelernt habe. Heinrich besitzt die Weisheit eines 100jährigen und die Einstellung eines 32jährigen. Wir haben ein Einzelcoaching und eine intensive Woche im GI-Poker Camp auf Mallorca hinter uns, wo wir uns Tag und Nacht über Poker unterhalten haben. Tagsüber, wie man seine Range gegen bestimmte Gegnertypen anpasst, nachts über Philosophie, Politik und Entscheidungsstrategien im Leben. Wir kennen uns in- und auswendig – und ich weiß genau, was er heute vorhat.

Heinrich hat drei Ziele: Leute kennenlernen, den Tag genießen und dieses fantastische Spiel abfeiern. Das hört sich trivial an, ist aber bei genauerem Hinsehen recht strategisch:

1. Leute kennenlernen. Der Spagat zwischen sozialer Interaktion und strategischer Manipulation. Die Leute, die wir treffen, sind unsere geschätzten Gegner. Je mehr man über sie weiß, desto besser kann man gegen sie spielen. Also stellt man sich zunächst vor und fragt sie dann aus: Wie heisst du, wo kommst du her, was machst du so. Die „Klassiker“ liefern bereits nützliche Informationen, die man später für sich und gegen sie verwenden kann.
2. Den Tag genießen. Sich nicht von irgendwelchen dahergelaufenen Händen die Laune verderben lassen. Gute Entscheidungen treffen und die Resultate akzeptieren.
3. Das Spiel abfeiern. Wir lieben, leben und labern Poker – wenn es sein muss die ganze Nacht lang. Wir freuen uns über interessante und absurde Situationen im Spiel. Und wir spielen, so gut wir können. Das sind wir der Schönheit und der strategischen Integrität des Spiels schuldig. Hier wird nur A-Game akzeptiert. A-Game? „Gehe zurück zu Punkt 1. Rinse and repeat.“

Heinrich und ich fangen sofort mit Punkt 1 an: Wir begrüßen uns gegenseitig, er begrüßt Alain, den er von gestern kennt, wir beide begrüßen Michael, den ich unter anderem aus den Heads Up Liga-Spielen mit dem Deutschen Poker Sportbund kenne. Heinrich und ich haben mit ihm auch einige Diskussionen über Technik, Start Ups, Business-Ideen und Investitionen geführt.
Der noch unbekannte Rest der Spieler am Tisch wird direkt in den ersten Minuten in Gespräche verwickelt.

Jetzt muss ich kurz sortieren, was ich aus Poker-Sicht über Heinrich und Michael weiß. Wie denken sie über Poker? Warum treffen sie bestimmte Entscheidungen? Woher kommt die Motivation? Und vor allem: Was wissen sie über mich – und wie werden sie gegen mich spielen?
Zu guter Letzt: Was wissen die beiden übereinander?

Von Heinrich weiß ich, dass er sein Alt-Herren-Image (tight und zurückhaltend) inzwischen schamlos ausnutzt. Heini spielt wesentlich looser, als die Leute annehmen. Jeder, der ihn nicht kennt, steckt ihn definitiv in die falsche Schublade. Die wenigsten seiner Gegner sind demütig genug, zu erkennen, dass er sie gerade überrennt.

Michael ist ein eher konservativer Spieler, dem man direkt ansieht, wie wohl er sich in der jeweiligen Situation fühlt. Er hat zwar einiges an Live-Erfahrung vorzuweisen, bewegt sich aber meist im Freizeitspieler-Umfeld. Er hat selten außergewöhnliche und undurchschaubare Ideen, spielt eher geradlinig und schnörkellos.

Dann ist der Rest an der Reihe. Die großen Unbekannten. Die neuen Bekannten.
Schubladen aufmachen. Einsortieren.
Zunächst muss ich spekulative Annahmen über Alter, Kleidung und das Auftreten am Tisch treffen. Es geht um Manieren und Äusserlichkeiten. Annahmen, die auf unvollständiger Information und auf oberflächlichen Klischees basieren, die voller Vorurteile sind. Gaming Institute Gründer Stephan Kalhamer spricht an diesem Punkt immer von „mutigen Annahmen, die man oft demütig zurücknehmen muss“.

Doch das beobachten der Gegner allein reicht bei weitem nicht aus. Ich muss die gesammelten Informationen mit den Schlüsselfaktoren des Spiels kombinieren:

Handstärke, Können, Position

Darüber hinaus muss ich jederzeit in der Lage sein, meine Erkenntnisse „upzudaten“. Also besinne ich mich auf die „Basics“ und fange an, zu kombinieren:

Schlüsselfaktor Handstärke:
Ich kann mir nicht aussuchen, welche Karten ich ausgeteilt bekomme. Ich kann mir aber aussuchen, was ich damit mache. Je besser ich einordnen kann, ob ich eine starke oder nur eine mittelstarke Hand habe, desto präziser kann ich spielen. Große Potts spiele ich mit starken Händen, kleine oder mittlere Potts mit mittelstarken Händen. Die Handstärke ist natürlich nicht nur von den Zahlen und Symbolen auf den Karten abhängig, sondern auch von Faktoren wie Position oder Können und dem Profil der jeweiligen Gegner.

Schlüsselfaktor Können:
Auf welchem Level denkt mein Gegenüber über Poker nach?
Level 1: Anfänger. Als Anfänger sieht man nur seine eigene Hand. Was habe ich nochmal? König-Dame. Was liegt auf dem Tisch und wie passt das zu meiner Hand? Blutige Anfänger sind in diesem Turnier keine zu finden. Viele aus der großen „Gaming Institute-Familie“ sind heute hier, weil sie Kursteilnehmer, Coaches oder Freunde der Pokerschule sind. Dazu kommen noch tschechische Locals und ein paar Angereiste. Jeder hier spielt schon lange Poker. Die Frage ist, auf welchem der weiteren Level?
Level 2: Fortgeschrittener. Man denkt auch über die Hand des Gegners nach. Was könnte er haben, wenn er so spielt, wie er gerade spielt? Die meisten Pokerspieler bewegen sich auf diesem Level, in dem es – je nach Wissenstand – unterschiedlich intensiv gelagerte Ausprägungen gibt.
Level 3: Profi. Was denkt der Gegner, was ich habe? Spätestens ab hier transzendiert Poker die Ebene eines banalen Kartenspiels. Wenn ich „im Kopf“ meines Gegners bin, spielen die Karten keine Rolle mehr. Wenn ich weiß, wie er denkt, kann ich perfekt gegen ihn spielen. Wenn er denkt, dass ich eine starke Hand habe, dann muss ich ihn lediglich durch meine Spielweise in seiner Annahme bestätigen und gewinne den Pott. Wenn er denkt dass ich bluffe, sollte ich genau das nicht tun, denn dann hat er Recht. Aufgrund des moderaten Buy-In ist hier kein zufälliger Profi im Turnier..
Level 4: Weltklassespieler. Was denkt er, was ich denke, was er denkt, was ich… Nein. Kein Weltklassespieler verirrt sich in dieses Turnier. Doch! Zwei sind tatsächlich da. Aber der andere sitzt nicht an meinem Tisch. (ZING!)

Der absolute Großteil aller Pokerspieler ist irgendwo in den Level 2-Sphären unterwegs.
Sie denken durchaus darüber nach, was der Gegner hat, aber hier gibt es sehr feine Unterschiede. Der gängigste Fehler ist, den Gegnern zu unterstellen, so zu denken, wie man selbst: Was würde ICH in dieser Situation tun? Diese Herangehensweise führt zu fatalen Falschannahmen. Wenn man aber mehr über den Menschen und seine Motivation weiß, kann man die Handlung aus seiner Sicht betrachten. Damit sind wir wieder bei der Gegner-Analyse und kombinieren aufs Neue unsere Schlüsselfaktoren.

Wie komme ich an die wichtigen Informationen über meine Gegner? Ganz einfach: Indem man fragt und beobachtet.

Mir gegenüber sitzt ein ruhiger Typ, den ich frage, ob er Deutsch spricht. Durch Lautstärke im Raum und die dadurch bedingte schlechte Akustik über den Tisch hinweg muss ich zweimal nachfragen. Er antwortet zwar jedesmal, aber erst beim dritten Mal ist es für den ganzen Tisch verständlich: Er sei aus München. Heinrich grätscht sofort rein, ob das denn als „Deutsch durchginge“. Der Lacher kommt beim schon lockeren Tisch gut an, nur der Bayer (namens Vladimir, wie sich später herausstellt), bleibt über die ganze Zeit müde und grummelig. Die Müdigkeit ist nicht gespielt, er wird also nicht besonders trickreich spielen wollen – oder können.

Von seinem Nachbarn Alain hatte mir Heinrich lustigerweise gestern schon erzählt, denn er hatte ihn lange im Opening Event am Tisch. Alain nimmt Poker ernst. Als Spiel. Und er nimmt es, wie Heinrich treffend formulierte, persönlich. Oft reagiert er mürrisch, gar sauer, wenn etwas passiert, das ihm nicht passt. Und sind wir mal ehrlich: Beim Poker passiert ständig etwas, deshalb ist ja Ziel 2 (genießen) manchmal so schwierig.
Das ist natürlich eine willkommene Herausforderung für Heinrich. Er nimmt sich Alain sofort vor, spricht ihn mit fliessendem Französisch an (Heinrich nutzt im Laufe des Abends tatsächlich alle seiner 4 Sprachen bei unterschiedlichen Leuten) und schafft es, Alain zu zähmen und zu entspannen. Das ist zum einen gut für die Stimmung am Tisch – zum anderen Punkt kommen wir gleich.

Nach Turnierbeginn stößt noch ein Nachzügler dazu. Groß, jung, Marke Student, Anwalts- oder Facharztanwärter. Als er sich gerade setzt, sage ich: „Guten Abend. (Kurze Pause) Wir haben schonmal angefangen.“
Er so: „Was?“
Ich so: „ Wir haben schon mal angefangen. Ist das ok?“
Kurze Pause. Er lacht offen und herzlich und setzt sich still hin.

Diese Situation erfüllt gleich mehrere Ziele und ist nicht ganz ungewollt.
Zunächst ist es ein Scherz. Je mehr lustige Interaktionen am Tisch passieren, desto lockerer, entspannter ist die Stimmung. Jeder gehört auf einmal zur Pokerfamilie.
Und man erfährt etwas über die Gegner.
Die Leute merken gar nicht, dass das Spiel schon angefangen hat. Locker und entspannt gibt eine tolle Baseline ab.
Eine was?
Guy Overmann sitzt am Nebentisch. Guy ist Experte für Körpersprache bei der Belgischen Polizei – und er coacht für das Gaming Institute Tells und Image.
Von ihm weiß ich, dass man zuerst eine Baseline für Leute erstellen muss, d.h. eine Situation, in der sie offen und ehrlich sind. Danach kann man Abweichungen von dieser Baseline beobachten, besonders in Stresssituationen. Laut Mike Caro, dem Urvater der Tell-Forschung, ist es vor allem wichtig zu erkennen, ob ein Tell gespielt oder echt ist. Eine Baseline für offenes, ehrliches Verhalten ist Gold wert. Der geübte Spieler lässt sich von Beginn des Spiels an wenig anmerken.
Deshalb ist das Timing wichtig. Ich möchte den Neuankömmling mit einem lockeren Spruch („Wir haben schon mal angefangen“) erwischen, bevor seiner Meinung nach das Spiel überhaupt begonnen hat. Er sitzt ja noch nichtmal. Die überraschende Art ist auch kein Zufall. Ein Statement. Klar zu verstehen. Trotzdem verwirrend – und es stellt ihn ins Rampenlicht, noch dazu unerwartet.
Ich wiederhole das Statement – und lasse es stehen.
Ich warte bewusst auf eine Reaktion seinerseits.  
Dann die Auflösung als Scherz. Wie reagiert er jetzt?
Er reagiert entspannt, lacht kurz aber offen und herzlich und nimmt dann still Platz.

Welche Annahmen kann ich daraus ableiten?
Er ist locker und hat Humor, setzt sich aber lieber hin, als auf Konflikt zu gehen oder schlagfertig zu antworten. Er fand es lustig, ist jetzt aber froh, dass das Rampenlicht wieder zu jemand anderem schwenkt.
Vielleicht hat der kleine Vorfall unterbewusst – als Nebeneffekt – eine Art Hierarchie aufgebaut, eine Form der Dominanz. Ich versuche, mich als Rampensau, als Entertainer, als Showmaster darzustellen. Es ist immer gut, ein starkes, lockeres aber auch ein bisschen verrücktes Image zu haben.

Zurück zu Alain – und zu unseren Schlüsselfaktoren:

Schlüsselfaktor Position:
In der Immobilienbranche sagt man, der Wert einer Immobilie ist von drei Faktoren abhängig: Lage, Lage, Lage. Analog gilt beim Poker: die Profitabilität einer Pokersituation ist abhängig von Position, Position, Position.
Die meisten wissen: In später Position spielt man mehr Hände als in früher Position. Aber Position zeigt sich am Pokertisch noch auf andere Arten. Aufgrund der Dynamik des Spiels wird man oft mit seinen direkten Nachbarn in ähnliche Spielsituationen verwickelt.
Es ist wie in der Familie: Man hat regelmäßigeren Kontakt mit den Leuten im direkten Umfeld.

Heinrich hat zufälligerweise ein paar Anekdoten von Alain erzählt, also hatte ich bereits einige Fakten über ihn „auf dem Zettel“. Alan ist Elsässer und spielt regelmässig. Heinrich hat ihn sofort angesprochen, einbezogen, war charmant und jovial. Das Ziel: Friendly Game. Zumindest mit dem linken Nachbarn. Den möchte man nicht anfeinden, sondern sich mit ihm anfreunden.

Rechst von mir sitzt ein Regular aus dem Kings. Er hat bisher nicht gesprochen, erscheint zurückhaltend und ruhig. Seine äußere Erscheinung ist gepflegt und stylisch. Herkunft unbekannt.

Da das Spiel im Uhrzeigersinn gespielt wird, darf ich nach meinem rechten und muss vor meinem linken Nachbarn agieren. Kenner der sprachlichen Feinheit erahnen bereits an der Formulierung, gegen welchen Gegner die Situation schwieriger wird.
Position bedeutet im Poker nichts anderes als Informationsvorsprung – und der ist kriegsentscheidend. Meinem rechten Nachbarn bin ich positionell überlegen und das will ich ihn möglichst deutlich spüren lassen. Mit ihm möchte ich mich oft anlegen. Daher der Spruch zu Christoph, dem „Nachzügler“. Meine Absicht war, Infos über seine Reaktion zu sammeln, Dominanz aufzubauen. Im weiteren Spielverlauf will ich in Position oft gegen ihn spielen, die mir vorliegenden Infos ausnutzen und ihn durch die Pokerhölle der schwierigen Entscheidungen jagen.

Mit dem linken Nachbarn stelle ich mich im Idealfall gut, so wie Heinrich es mit Alain gemacht hat. Heinrichs Problem wird werden, dass Alain sehr viel gegen ihn spielen wird. Spielfreudige, trickreiche Spieler direkt links hinter sich zu haben, ist immer unangenehm. Man hat viel lieber die ganz konservativen, zurückhaltenden, tighten Spieler links neben sich. Bestenfalls sitzt da jemand, der so gut wie keine Hand spielt.

Mein rechter Nachbar ist so einer. Er ist Grieche (das weiß ich von seiner Turnierquittung, die vor ihm liegt), versteht kein Deutsch, ist deswegen still und hört über seine großen Kopfhörer seine Playlist „Chilling“ (iPhone Display). Von ihm muss ich nur Action „befürchten“, wenn er eine wirklich gute Hand hat.
Das gefällt mir, denn es ist ja nun so, als ob ich in jeder Runde zweimal den Button habe. Doppelt so oft wie alle anderen. Ich habe die beste Position, die der Tisch zu bieten hat.
Geht schon mal gut los.

Meine „Hausaufgaben“ für den weiteren Turnierverlauf habe ich nun gemacht, die Schlüsselfaktoren habe ich für meinen Tisch durchdacht, kombiniert, die ersten Schlussfolgerungen gezogen. Mit dieser Vorbereitung steht einem erfolgreichen Start ins Turnier kaum etwas im Wege. Ich freue mich, auf einen spannenden Pokerabend.

Es wird ein tolles Familientreffen.
Wir lernen uns kennen, wir werden zu Feinden aber dann wieder zu Freunden, wie bei jeder Familie üblich. Immer wieder werden sich an unserem Tisch im Laufe des Tages ausgeschiedene alte oder neue Freunde von den verbleibenden Spielern verabschieden, fast immer mit einem Lächeln auf dem Gesicht, immer mit einer Geschichte im Gepäck.
Die Überlebenden freuen sich auf den Finaltag, wenn es wieder heisst:

Der Tisch ist gedeckt, die Chips sind aufgestellt, die Karten werden verteilt. Das Spiel kann losgehen.

(Ich hab natürlich schon mal angefangen. Ist das ok?)

Jan Heitmann
Poker-Experte

Über Jan Heitmann:
Der bekannteste Poker-Experte Deutschlands und Sport1-Moderator war Gründungsmitglied des PokerStarsDE Team Pro.
Als Coach trainierte er u.a. 120 Promis für die TV Total Pokernächte auf ProSieben.
Als Keynote Speaker hält er Vorträge in Unternehmen, die von ihm lernen, wie man optimale Entscheidungen trifft.


2 Comments
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Nutsdrawingdead
4 Jahre zuvor

Schöne Storyline Jan 🙂 Sollte wohl mehr auf die Gegneranalyse achten. Aber um die Mitspieler zu analysieren, muss man Sie ja beobachten. Aber wie ist das Beobachten gut unter einen Hut zu kriegen mit dem verteilten Karten anzugucken?
Erst Karten angucken, dann Beobachten? Oder erst Beobachten und erst wenn man an der Reihe ist Karte angucken? Zweiteres ist sicher besser, aber dadurch verringert sich für einen selbst die Entscheidungszeit und außerdem steht man im Spotlight. Gibt es jetzt regelmäßig Jan-Kolumnen Das wäre doch super!

Seti
4 Jahre zuvor

@Jan
danke, für den content. sehr gerne mehr davon.

@Nutsdrawingdead
>> „Zweiteres ist sicher besser“
yepp, definitiv

„verringert sich für einen selbst die Entscheidungszeit“
nein. die entscheidung, die du triffst ist abhängig von der action vor dir und den beobachtungen, die du machst. die kenntnis deiner holecards allein kann noch nicht zu einer finalen entscheidung führen, zum teil ist diese kenntnis noch nicht einmal erforderlich.

„steht man im Spotlight“
gute spieler beobachten dich gerade, beim betrachten der holecards ‚off-spot‘, da der spieler sich hier eher unbeobachtet fühlt und damit seltener reverse-tells anwendet. beobachtete tells sind damit aussagekräftiger.
im spotlight stehen darf für den spieler kein problem sein. auch das kann man trainieren.