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Full Tilt Poker – Die nächste Deadline ist abgelaufen

Am 16. März 2012 hätte der Deal zwischen der Groupe Bernard Tapie (GBT) und Full Tilt Poker unter Dach und Fach sein sollen. Unzählige Verschiebungen hat es schon gegeben und auch dieser Termin wurde einmal mehr nicht eingehalten. Mittlerweile jährt sich schon fast der Black Friday zum ersten Mal und für alle Full Tilt Spieler gibt es noch immer keine positiven Nachrichten.

Es ist immer dasselbe. Ein Termin für den endgültigen Abschluss des Deals wird bekannt gegeben, immer wieder heißt es auch, dass nur noch kleine Details geklärt werden müssen. Doch keiner dieser Termine wurde bislang eingehalten und schon seit einem halben Jahr gibt es kaum nennenswerte Fortschritte. Anfang November wurde sich die GBT mit dem Departement of Justice (DOJ) einig über die Rückzahlung der Spieler. Die Anteilseigner mussten zustimmen und auch das schaffte man.

Doch das alles reichte bislang nicht, um Full Tilt Poker wieder ans Netz zu bringen. Viel Schmutzwäsche wurde in der Öffentlichkeit gewaschen, vor allem die Schulden der ehemaligen Full Tilt Pros und auch anderer bekannter Spieler wie Barry Greenstein sorgten für den nächsten Skandal. Immer wieder gab es neue Begründungen, warum der Deal nicht zu Ende gebracht werden konnte.

Laut Gamingintelligence.com sollte der 16. März jener Tag sein, an dem die GBT alle Verhandlungen abgeschlossen haben sollte. Doch auch das Wochenende verstrich ohne Neuigkeiten.

Fast ein Jahr nach dem Black Friday ist die Stimmung der Pokercommunity fast ausschließlich gegen Full Tilt Poker und viele sind der Meinung, dass auch die GBT keine Chance mehr hat, den ehemals zweitgrößten Pokerroom der Welt wieder dorthin zurückzubringen. Eine der letzten Bastionen von Full Tilt Poker war Rushpoker. PokerStars ist jedoch mittlerweile mit „Zoom-Poker“ in der öffentlichen Beta-Phase, auch das iPoker-Netzwerk hat bereits Pläne zu einer schnellen Pokervariante angekündigt.

Was übrig bleibt, ist das Warten der Spieler auf Rückzahlung ihrer Guthaben. Da sich der Deal mit der GBT immer weiter hinauszögert, wird auch die Wahrscheinlichkeit immer größer, dass kaum noch Spieler Vertrauen zu den neuen Eigentümern aufbauen werden. Mittlerweile verdichten sich auch die Gerüchte, dass nur die Software verkauft werden soll. So soll auch bwin.party Interesse an der Software gezeigt haben. Diese alleine könnte um einen Bruchteil des Schuldenstandes von Full Tilt Poker verkauft werden.

Wieder heißt es Warten und für all jene, die noch Geld von Full Tilt Poker bekommen, weiter hoffen, dass irgendwann vielleicht doch die Möglichkeit besteht, das Geld auszahlen zu können.


1 Kommentar
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Gerd
9 Jahre zuvor

In Wahrheit geht es ja nur um die Software… Wer die ganze Plattform übernimmt, muß doch ein Dolm sein! Interessant ist nur die Software!