- Holpriger Start: Phil Hellmuth mit nur vier Cashes und keinem Finaltisch bei der WSOP 2025.
- Motivations-Video: Der Rekordspieler schwört sich selbst auf ein neues Mantra ein: „Spiel jeden Tag großartiges Poker.“
- Rivalen im Vorteil: Daniel Negreanu mit zwei Finaltischen und über 300.000 US-$ Preisgeld deutlich erfolgreicher.
Phil Hellmuth hat bei der World Series of Poker 2025 bislang wenig Grund zum Feiern. Nach gut einem Drittel der Turnierserie stehen für ihn lediglich vier kleinere Cashes zu Buche. Eine Finaltisch-Beteiligung war für den Poker-Brat bislang noch gar nicht drin.

Sein bisher bestes Ergebnis ist ein 15. Platz beim 10.000-US-$ Dealers Choice 6-Handed Championship (Event #18), der ihm 22.088 US-$ (ca. 20.500 €) einbrachte – etwas mehr als zwei Buy-ins.
Selbstgespräch als Motivation
Aber Hellmuth wäre natürlich nicht Hellmuth, wenn er nicht kämpferisch nach vorn blicken würde. Am Samstag meldete er sich via X (ehemals Twitter) mit einem selbstkritischen Motivations-Video zu Wort.
Whiny PH needs to take a back seat! “17-Time Champion PH” needs to drive the car through July 17th
It’s not about results, it’s about method
“Play great poker, play great poker . . .”
“Play great poker everyday…everything else will sort itself out”#PHNiceLife #POSITIVITY pic.twitter.com/oM42JIzFdl
— phil_hellmuth (@phil_hellmuth) June 14, 2025
In dem Tweet durchläuft Hellmuth einen Monolog voller Selbstironie und Selbstreflexion. Er macht sich über seine eigene Jammerei lustig: „Aber vor zwei Tagen haben sie bla bla bla… Phil, hast du eine gesunde Familie? Ja.“ Und weiter: „Phil, halt einfach die Klappe. Du hast großartig gespielt. Du hast Glück. Du hast 17 Bracelets. Du hast Gesundheit. Dein Sohn spielt hier mit. Genieß die Reise. Spiel jeden Tag großartiges Poker. Das ist dein Mantra.“
Auch bei Hellmuths Sohn gibt es noch Luft nach oben
Auch die nächste Generation der Hellmuths ist inzwischen bei der WSOP aktiv: Philip Hellmuth III schaffte es beim 800-US-$ No-Limit Hold’em Deepstack auf Platz 51 und kassierte 7.149 US-$ (ca. 6.650 €).
Während Vater und Sohn trotz kleiner Nadelstiche also noch auf große Erfolge warten, läuft es bei Hellmuths langjährigem Rivalen Daniel Negreanu deutlich besser. Der Kanadier erreichte bereits zwei Finaltische und schaffte es bei Event #9 sogar auf den zweiten Platz. Der Lohn: 313.615 US-$ (ca. 291.400 €).
Noch viele Chancen für ein Comeback
Trotz des misslungenen Starts hat Hellmuth noch reichlich Zeit für ein Comeback: Mehr als 50 Events stehen ihm bis zum 17. Juli noch offen – darunter auch das 10.000-US-$ Main Event, das er dieses Jahr bekanntlich doch nicht boykottiert.
Auch in der Vergangenheit hat sich der Poker-Veteran gegen Ende der Serie noch einmal aufgerafft – wie 2018, als er kurz vor Schluss das 5.000-US-$ No-Limit Hold’em Event gewann.