Kolumnen

Kickerprobleme und Onlineerfolge

Wer nicht will, dass auf Pokerfirma.de etwas über seine Identität veröffentlicht wird, dem zollen wir gerne Respekt. Da gibt es kleine Orte, wie sie auch in der Schweiz finden sind, wo jeden jeden kennt und darum nehmen wir diesen Ort dieses Mal gar nicht erst in den Artikel auf. Entsprechend wurden wir von „Marado86“ schon einmal gebeten, den Wohnort respektive das Land nicht weiter zu geben. Auch die Tatsache, dass eine Sunday Million eventuell irgendwo noch mit den sichtbaren Holecards wieder gegeben werden könnte, interessiert uns nicht.

So eigenartig wie das hier tönt, so kommt schräg kommt mir heute diese Meldung rein, dass in einem Aufklärungsbuch für den Sexualunterricht für Schüler, die Lehrer angewiesen sind, mit „Tipp Ex“ gewisse Links zu übermalen. Es scheint vielleicht altmodisch und auch sehr religiös, jedoch unterliegt dort nicht alles der Zensur und auch das Internet steht dort noch völlig offen. Dies gilt auch für Onlinepoker mit der Anonymisierung von Nicknames. Dafür sind sie ja da.

Vom offenen Internet profitierte auch Marado86, welcher am 4. Juli 2010 schon den Sunday Warmup auf Pokerstars gewonnen hatte und damals 117’000 USD gewann. Nun hat er bei der Sunday Million nach einem Deal im Headsup den zweiten Platz mit 200’000 USD erzockt.

Zareta sein Gegner aus Sao Paulo, also Brasilien nahm das ganze etwas sehr sportlich, vielleicht eben weil Marado86 an Diego Maradona angelegt ist und das Bild auf Stars eben auch den Mann mit der Hand Gottes zeigt.

Es waren schlussendlich eben genau die Kickerprobleme von Marado86, als er auf einem Board mit seiner Hand von den Brasilianer All-in reraiste. Zareta zeigte und mit der auf dem Turn und der auf dem River veränderte sich nichts und der Spieler aus dem deutschsprachigen Raum verlor den Chiplead und war 4:1 hinten. Drei Hände später stellte der Argentinienfan dann 9,10os rein und wurde von AQ des Brasilianers gecallt. Der Flop brachte zwar die 10 für Marado86, jedoch folgte gleich auf dem Turn das Ass für den Südamerikaner.

Auch Moritz Kranich alias Cadenaccio hat zugeschlagen und dieser Name ist ja bestens bekannt. Nach einem Deal konnte der junge Familienvater und WPT Gewinner 109’000 USD sich für den dritten Platz nach Hamburg überweisen lassen.

Ganz nach dem Motto der Imagekampagne für Poker von Büro X aus unserem Pokerfirma Magazin möchten wir allen herzlich gratulieren:

Cheers Martin

Links für alle welche nichts glauben:

http://www.blick.ch/news/schweiz/bern/wallis-zensur-159707

http://www.pokerfirma.de/news/poker-die-guten-krafte-sammeln-sich/62107


6 Comments
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hunter22
10 Jahre zuvor

Was hat die Zensur (so schwachsinnig sie auch sein mag) von Aufkärungsseiten mit dem Wunsch nach Anonymität zu tun? Wer nicht genannt werden will, der wird nicht genannt. Ganz einfach. Allerdings sollte man sich auch nicht an der Krücke der Verkürzung festhalten. Ne Formulierung wie „Herr K. konnte …“ ist doch vollkommen neben der Spur. Hört sich an wie ne Formulierung der lokalredaktion, Abteilung Mord und Totschlag.

GermanHawke
10 Jahre zuvor

Im Sommer scheint die Sonne
Im Winter da schneit’s,
In der Schweiz, in der Schweiz, in der Schweiz.

Angela
10 Jahre zuvor

„Da es gibt es kleine Orte, wie sie auch in der Schweiz finden sind, wo jeden jeden kennt und darum nehmen wir diesen Ort dieses Mal gar nicht erst in den Artikel auf.“ …. vor Veröffentlichung bietet sich an, den Text noch einmal zu lesen.

pitsch
10 Jahre zuvor

hallo martin
bei der hand stimmt wohl auch was nicht.. wenn zareta J10 gehabt hätte, und das board wie beschrieben, hätte er nicht gewonnen 🙂 Ich nehme an es war ne 10 auf dem flop…

gruess

Edit Martin Bertschi: es war die :9d: und nicht die :10d: … vielen Dank den immer aufmerksamen Lesern…

Tom B
10 Jahre zuvor

Vielleicht sollten diejenigen, die sich nicht nennen lassen, mal grundsätzlich darüber nachdenken, ob ihr Leben aus einer einzigen Lüge besteht. Es ist nicht einzusehen, weshalb man im Jahr 2010 Wert auf Anonymität beim Pokerspiel legt. Wenn es nach mir ginge, würden bei den Turnieren nur Leute mitspielen, deren Namen veröffentlicht werden darf, andernfalls keine Teilnahme. Basta.