Pokerstrategie

Kings

Bei einem 6-max Onlineturnier (Buy-In: € 90 + 10) ereignete sich folgende Hand:

Stack der involvierten Spieler:
Du bist UTG: 29k
Spieler im BB: 41k
Startdotation: 20k

Infos zum Gegner:
Er hat ganz am Anfang mit AA vs. KK verdoppelt und seither war er unauffällig. Du kennst ihn nicht und Du hast keine Notizen von ihm.

Du erhöhst UTG mit bei Blinds 300/600 Ante 80 auf 1,5k. Alle Spieler folden zum Spieler im BB und dieser callt. Den Flop checkt Dein Gegner, Du bettest 2k und Dein Gegner callt. Den Turn checkt Dein Gegner und Du checkst behind. Den River bettet Dein Gegner mit 4k.

Was machst Du in dieser Situation?


75 Comments
Inline Feedbacks
View all comments
Watte
2 Jahre zuvor

Rein die Marie, da Du den Nutflushblocker hälst. Dein Gegner mit etwas Verstand muss folden. Schön, wenn alle Draws ankommen.

Nutsdrawingdead
2 Jahre zuvor

3-fach Fold. Ass killed mich, straight killed mich und flush killed mich. Da bringt mein Nutflushblocker auch nichts.

am
2 Jahre zuvor

Fold und weiterspielen. Call macht ohne Read keinen Sinn bei dem Board. Selbst wenn er blufft, er spielt die Hand wie AQ oder AT – call ist unprofitabel

luckyduck748
2 Jahre zuvor

Wie immer sitzen wir wieder im Rathaus! Also: flush? straight? oder gar nix? AS geb ich ihm am wenigsten, da ist ja Karo8 für ihn die scarecard! Online Zahl ich ziemlich sicher, da spielen sie m.E.n. doch etwas “ inspirierter“. Live 50/50, eher fold je nach Bauchgefühl, schau auf tells.

bf
2 Jahre zuvor
Reply to  luckyduck748

Was gibst Du diesem Gegnertyp denn nach seinem Call am Flop?

luckyduck748
2 Jahre zuvor
Reply to  bf

Hier ist fast alles möglich, kleiner Treffer, gutshot mit backdoorflushdraw, irgendein pocketpaar, und mancher zahlt mit any2 und will dann den pot klauen, wenn der Spieleröffner dann Schwäche zeigt.

ganta
2 Jahre zuvor
Reply to  luckyduck748

Die wenigsten Spieler floaten oop mit air!!! Man muss/sollte ihm etwas geben! Vor allem weil er unauffällig gespielt hat und kein looser aggressiver Spieler oder maniac ist! Alle draws kommen am river an (QJ, flush) und das A bette ich hier als BB auch am river! Einzige bluffs könnten J8, oder mit 87 sein!

luckyduck748
2 Jahre zuvor

Contibet am Flop muss nicht sein, gefolgt von ängstlichem check am Turn, macht nur den Gegner stark. Ich hätt einmal am Flop gechekt, am Turn angespielt/geraist und dann schaun wir mal!

bf
2 Jahre zuvor

Easy Fold.

Preflop raise ich hier gerne einen Tick höher, 1650 wäre meine Wahl gewesen. Ist aber nicht so entscheidend. Der Flop kommt nicht gut runter, dass A wollen wir nicht sehen, und das Board ist „connected“. Daher finde ich die Contibet hier sehr gut. 1800 hätte auch gereicht, aber ok. Der Gegner callt. Nicht gut. Aufgrund der Gegnerbeschreibung sehe ich ihn hier oft mit einem A callen, dazu noch mit einem Flushdraw oder dem openended Straightdraw. Gutshots, oder Paare unterhalb der 9 schließe ich aus. Den Check behind am Turn finde ich daher auch gut.

Die Riverkarte ist natürlich eine Katastrophe für uns. Sowohl der Straight- als auch Flushdraws kommen an. Der Gegner setzt. Nun die Überlegung, was wir noch schlagen. Da sehe ich nur QQ und JJ (die der Gegner dann in einen Bluff verwandelt hätte). Alle anderen Hände habe ich vorher schon ausgeschlossen und das hat sich bis zum River auch nicht mehr geändert. Unsere einzige Option wäre nun noch ein Push, da wir den Nutflush blocken. Dies ist allerdings sehr gefährlich, falls uns der Big Blind mit einer Hand schlägt, die Q oder J in Karo beinhaltet. Denn dann wird ein glaubhafter Flush bei uns deutlich unwahrscheinlicher.

Der Gegnertyp, die Boardentwicklung und das Setzen am River, alles schlecht für uns. Daher Mund abwischen, die schöne Preflophand entsorgen und weiter geht’s!

Hat der Gegner hier die Riverkarte für einen Bluff genutzt, dann well played. Das passiert. Ich gebe ihm hier mal QJ für eine Straight.

Mozart
2 Jahre zuvor

Der Fehler liegt ganz klar beim Check auf dem Turn. Signalisiert dem Gegner Schwäche und die Bet kann er mit any two profitabel machen. Mittlerweile liegen die Pot odds Bei 1:3 , ich würde callen hab nach dem Call im schlechtesten Fall noch über 30 BB IM Besten Fall 60 bb

troan67
2 Jahre zuvor

Wurde die Hand AA vs KK gespielt oder war pre schon alles in der Mitte?

phillo283
2 Jahre zuvor

Ich muss ehrlich sagen, ich finde diese – Verzeihung – 0815 Hände nicht mehr interessant. Er spielt eher tight, hat nur einen Showdown mit AA gehabt und nun callt er ein UTG raise, callt auf einem A high-straighty-flushy-board und haut dann eine Riverbet raus, wo alles da liegt. Klar sieht man hier ab und zu auch mal nen Bluff, weil die Herrschaften verstanden haben, wie ihr Image ist, aber ganz ehrlich, das ist der simpelste Fold ever.

phillo283
2 Jahre zuvor
Reply to  kovinator

Ja, aber rein pokertechnisch sind wir uns doch einig, dass das ein Standardfold ist. Diese Hände, wo wir „nur“ einen Bluff schlagen, machen vielleicht auf anderen Boards Sinn, wo viele Draws verpasst wurden. Aber hier halten wir KK auf einem A high Board wo alles möglich ist und halten sogar noch den Nutblocker und ein von dir als solide beschriebener Spieler setzt auf dem River, ganz ehrlich, ohne Infos gibts da meiner Meinung nach nichts zu überlegen. Wie schon einer schrieb, selbst wenn du hier callst und gut bist, hast du Glück gehabt, denn das wird wahrscheinlich nur in einem von 7 Fällen passieren.

bf
2 Jahre zuvor
Reply to  phillo283

Welche Infos willst Du denn noch haben phillo?? Ich verstehe diesen Standardsatz von Dir leider nicht. Du hast doch in den allermeisten Fällen NICHT mehr Infos…

phillo283
2 Jahre zuvor
Reply to  bf

Doch, ich sehe diesen Spieler in mehreren Händen, mache mir Notizen, wie oft er auf Flops foldet oder floatet und später foldet, callt oder setzt. Ja klar, dieser Standardsatz ist ja auch der Unterschied für die Entscheidung. Ohne jegliche Infos spielen wir hier im Forum nur ABC Poker, dann müssten wir über diese Hand hier gar nicht reden.

phillo283
2 Jahre zuvor
Reply to  kovinator

Das ist mir klar, nur wenn wir die Hand quasi nur mit der Info spielen, dass er AA einmal gezeigt hat, dann ist es halt für unsere Analysen keine Gedanken wert. Nur mit dieser Info kann es hier eigentlich keinen Call geben.

Kevin.M
2 Jahre zuvor

Wieso checkst du auf dem turn? Durch dein check, musst du folden… ich würde hier callen, weil QJ unwahrscheinlich ist. Jedes gute A hätte dich gereraist Prf , range wird kleiner.. darum call!

mongong
2 Jahre zuvor
Reply to  Kevin.M

Da gibt es ca. 836 combos die dich schlagen, aber call du nur mal

mongong
2 Jahre zuvor
Reply to  kovinator

Also mit KK auf einem A high board will ich persönlich nicht das der Gegner blufft

mongong
2 Jahre zuvor

Lächerlichste Hand seit langem!!! Das ist doch keine Diskussion wert und schon gar keiner „Auflösung“. Alles andere als fold ist schlecht, selbst wenn man callt und gewinnt

Fonzie
2 Jahre zuvor
Reply to  kovinator

? Sehr schön!

mongong
2 Jahre zuvor
Reply to  kovinator

Weil ich bisher eigentlich immer mitdiskutiert habe und um dies in Zukunft wieder zu tun, darum muss dies nun mal gesagt werden

troan67
2 Jahre zuvor

So wie gespielt ist das für mich ein fold. Bin da eher auf der tighteren Seite. Hätte den Flop backgecheckt und dann in Position mehr Infos bekommen. Man muss sich auch von solchen Händen trennen können. Sollte wie gespielt und bei dieser Bordentwicklung nicht so schwer sein da wir bluff only schlagen.

Anfänger
2 Jahre zuvor

Also normalerweise würde ich auch folden, aber könnte man hier evlt. einen call finden um Infos zu bekommen?
Wenn wir folden, haben wir noch 42 BB …finden wir den call und verlieren, bleiben uns 35 BB. Und wir schlagen nicht nur Bluffs, den BB könnte er auch mit z.B. J10 verteidigen.

-Ashes-
2 Jahre zuvor

vorne weg: easy (wenn auch schmerzhafter, weil schöne premiumhand) FOLD.

hab nur nochmal kurz über den repush nachgedacht:
womit spielt BB am river von vorne an, was er auf einen repush foldet?
ok, einen (semi) bluff würden wir vertreiben. vllt AX, two pair T8, T9.
sets schliesse ich aus, hätte er wohl am flop geraist.
straight QJo? wäre auch ein tougher fold.
d.h. mit TP, two pair oder straight hätte er doch genügend showdown value. warum soll er die riskieren?
bleibt nur der voll-bluff oder eben flush. evtl. sogar :Qd: :Jd:

finde somit den repush auch nicht gut.

Watte
2 Jahre zuvor

Das artet in freundliches Mädchenpoker aus. Wenn man ein Turnier gewinnen will, muss ich alle Spots nutzen, die mich nach vorne bringen. Hier ist klar ein solcher Spot gegeben. Eine passive Spielweise wie fold oder call bringen mich vielleicht in die Geldränge, aber nie an die großen Fleischtöpfe. Wenn der Gegner meinen Push callt, dann ist das so, er wird aber auch Bauchschmerzen gehabt haben. Mit Rumnitten gewinnt man nichts!

troan67
2 Jahre zuvor

Mit geschlossenen Augen Vollgas durch die Wand führt auch nicht an den Futtertrog.

Fonzie
2 Jahre zuvor

Hi,
ich denke die Hand wurde schlecht gespielt und bekommt am River dafür die Quittung.
Ich checke KK hier am Flop behind, calle auf fast alle Turnkarten eine Bet und bette auf ein Karo oder einen K am Turn sowie Blanks selbst nach einem weiteren Check.

Wenn Hero denkt die Frage ob Call, Fold oder Push wäre sein Problem, dann ist Hero m.M. auf dem Holzweg. Er hat in meinen Augen ein viel fundamentaleres Problem, er ist nicht balanced. Wenn Hero hier mit KK contibettet, dann contibettet er offenbar mit 100% seiner Hände und läuft andauernd in schwierige Situationen, in denen er oft die bessere Hand folden muß.
Ich checke hier KK QQ JJ und versuche das zu balancen mit AJ-checks, kleinen Axs-Händen (falls die in meiner OR-Range sind) und ein paar checks mit AQs ohne karo und pik.

bf
2 Jahre zuvor
Reply to  Fonzie

Fonzie, ich gehe davon aus, dass Du die Turnbet des Gegners callst. Dann gib doch jetzt bitte Deine Entscheidung auf dem River bekannt. Davor hast Du Dich noch rumgedrückt…

Fonzie
2 Jahre zuvor
Reply to  bf

Bei 6-max online-Turnier für 100 € erwarte ich relativ kompetente und zu Bluffs fähige Gegner, auch wenn die bisher unauffällig waren.
Da ich beide Nut-Flushdraw-Ks halte würde ich folden. Pushen würde ich eher nicht, weil ich realistisch nur KdQd und KdJd als Nutflushes reppen kann und beide Hände als Combodraws am Flop klein und am Turn wohl nochmal gebettet hätte.
Als Nachtrag für meinen Post finde ich die Flopbet als Open Raiser auf einen A-high-Flop viel zu hoch.
Hätte ich die andern beiden Ks käme ein Call in Betracht. Ob Call oder Fold hinge dann wohl von den Timings der Bets ab.

Fonzie
2 Jahre zuvor
Reply to  bf

Wenn ich den Flop checke und Villains Turnbet calle fällt mir ein Fold mit KK am River auf eine weitere Bet von Villain viel leichter, weil der River viele meiner möglichen Draws am Turn, die ch/ch, bet/call gingen komplettiert.

bf
2 Jahre zuvor
Reply to  Fonzie

Ich sehe ihn bei Deiner Spielweise aber insgesamt öfter bluffen, als bei einer Flop Contibet.

Fonzie
2 Jahre zuvor
Reply to  bf

Ich sehe ihn da nicht oft 2 Barrels zu feuern.
Außerdem ist es nicht ausgemacht, dass es überhaupt zu zwei Barrels kommt, dass er den Turn und River bettet und falls er checkt dann auf meine Bet den River leaded. Falls er fast immer bettet am Turn nach meinem Flop-Check spricht das ja dafür viele starke Ax Hände am Flop zu checken um ihn am Turn bluffen zu lassen.
Und wenn es nur zu einer Bet insgesamt auf diesem für uns ungünstigen Board kommt, dann ist das in unserem Sinne.

Wie sieht denn Deine Checkingrange am Flop aus, oder bettest Du da 100%

bf
2 Jahre zuvor
Reply to  bf

Das ist für mich in der Tat einer der seltenen 100% Contibet-Situationen. Tighter Gegner, gute Hand, gefährlicher Flop = C-Bet. Mit 66 oder selber QJ würde ich auch C-Bet spielen. Mit einem Vollbluff auch.

Einzig KJ oder ein anderer Gutshot wäre wohl doch ein Check behind.

luckyduck748
2 Jahre zuvor
Reply to  Fonzie

Endlich einer,der das auch so sieht!

Artur Koren
2 Jahre zuvor

Check den flop oder bet/small
As played wahrscheinlich folden, weil ich denke bluffs sind unwahrscheinlich
River raise kommt natürlich infrage aber ich glaube er hat so gut wie immer value hier und das sind dann häufig straights und flushes
Man riskiert ziemlich viel gegen eine starke range von einem unbekannten spieler

Also lieber nicht bluffen auch wenn es cool aussieht

Tyro73
2 Jahre zuvor

Hi Kovi,
den Flop würde ich an einem 6er Tisch gegen einen scheinbar tighten Gegner deutlicher häufiger mit den KK checken als c-betten. Dafür sehe ich folgende Gründe:
1. der Gegner sieht mich UTG raisen und wird mir eine eher tightere Range (natürlich nicht so strikt wie am 10er Tisch) geben. Da er dagegen antritt, muss ich ihm neben Paaren immer ein As in seiner Range zugestehen. Ich denke, dass er nach dem Flop jede C-Bet von mir mit einem As callen wird.
2. An einem 6er Tisch HU spielt Protection gegen Draws nicht so eine große Rolle wie an einem großen Tisch bzw. in einer Hand mit mehreren Spielern, wo die Odds das Spielen von Multiway-Händen erlauben. Spielt der tighte Villain oop hier wirklich eine Hand wie QJo!?
3. Wird eine C-Bet hier wirklich Gegner zum Folden bringen, die einen SD oder FD halten? Eher nein. Problematisch ist aber, dass du in diesem Fall die Draws nicht von einem As unterscheiden kannst…
4. C-Bets auf stark drawlastigen Boards in einer unklaren Situation (weil der Gegner mit hoher Wahrscheinlichkeit ein As haben könnte) sind darum in Turniersituationen oft (wie hier) nicht sinnvoll. Hier spielt Pot-Control eine viel größere Rolle als Protection unserer Hand. Darum am Flop check behind!
Am Turn bekommst du neue Infos:
Hättest du gecheckt am Flop, dann würde ein (gutes) As beim Gegner vermutlich setzen. Wenn du balanced spielst (wie oben bereits einmal von Fonzie gepostet auch mal AJ am Flop behind checkst), dann können deine Gegner langfristig nicht sicher sein, ob du sie hier mit AK-AJ einfach heruntercallst. Aber genau diese Hände und Taktik sollte Villain dir als mögliche Spielweise zugestehen. Darum sehe ich hier auch kleinere Asse am Turn oft noch checken. Two Pair wie A5 hätten sicher auch in dich hineingesetzt. Aber der Turn kommt ch/ch.
Wenn ich diese Überlegung weiterspinne, dann sollte dir Villain in vielen Fällen ein As geben. Mit einem (guten) As auf der Hand ist die Wahrscheinlichkeit, dass Hero callt, aber recht groß. Darum verbietet sich meiner Meinung nach für Villain ein Bluff am River. Ich denke darum, dass Villain hier wirklich for Value setzt. Dabei spielt es eigentlich keine Rolle, ob er QdJd hält oder 67o – oder auch A8, was gut zu seiner Calling-Range passen würde. Ich denke, dass er hier meist eine starke Hand Two Pair aufwärts hat, am ehesten gebe ich ihm eine Straight mit Qd oder Jd auf der Hand.
Darum: Fold.

bf
2 Jahre zuvor
Reply to  Tyro73

zu 1)
Stimmt, er wird mit jedem A callen, aber ich will mit MEINER Contibet wissen, wo ich stehe.

zu 2)
DIESER Gegner hat hier oft hohe Karten, da soll er mit seinen Gutshots nicht umsonst den Turn sehen. (Und ein Set mit 77 soll er am Turn auch nicht umsonst treffen)

zu 3) Da ich in Position spiele, macht mir das nicht soviel Angst.

zu 4) Ok, aber wenn der Gegner dann den Turn setzt, wirst Du ja immer callen, oder?
Und dann kommen wir zu der Frage, die ich auch Fonzie gestellt habe. Was machst Du, wenn er dann dieselbe Riverbet abschießt?

Resümee: Bis zum River gelangen wir mit Deiner und mit meiner Spielweise mit nur einer Bet. Da gibt es also keinen Unterschied. Bei meiner Spielweise, hat der Gegner mit dem Call einer Bet (Out of Position) aber mehr Stärke gezeigt bzw. ich habe mit meiner passiven Spielweise NOCH MEHR Schwäche gezeigt (bei deinem Weg). Da fällt mir der Fold am River bei meiner Spielweise deutlich einfacher.

Tyro73
2 Jahre zuvor
Reply to  bf

zu 1)
Du bettest er callt. Damit weißt du, dass er entweder ein As hat oder einen Draw. Und du weißt, dass er vermutlich NICHT Pocket 9er oder kleiner hält. Da sehe ich nur wenig Info-Gewinn drin. Außerdem soll eine C-Bet einen Gegner dazu bringen einen guten Teil seiner Range zu folden. Das wird dir hier in diesem Spot viel seltener gelingen als auf trockenen Boards. Durch diesen Wegfall von recht viel Fold-Equity mutiert der Zweck deiner Bet auf dem Flop von C-Bet in Richtung Value-Bet und Protection. Wenn du hier am Flop for Protection feuern willst, dann solltest du in meinen Augen mindestens TPTK haben.

zu 2)
Diese Hände sollten hier nicht deine Sorge sein. Unter dem Strich dürfte das Gewähren der Freecards günstiger sein als den Pot in einer Situation aufzublähen, in der du ziemlich oft bereits am Flop geschlagen bist (wenn Villain das As hält).

zu 3)
Klar, das ist ein Vorteil. Du musst dann nur den Ausstieg finden können…

zu 4)
Wenn ich den Flop Check behind gespielt hätte und Villain den Turn anspielt, dann hätte ich abhängig von der Höhe entschieden zu callen oder zu folden. Bei bestimmten (bekannten) Gegnertypen gibt’s evtl. auch schon mal ’nen Reraise, um kleine Asse und Draws am Turn zum Folden zu bringen 😉 Ich denke aber, dass ich in etwa 3 von 4 Fällen gecallt hätte. Hätte Villain auch den Turn gecheckt, dann hätte ich selber die Initiative mit einer Bet in Höhe 40-60% vom Pot übernommen. Kommt dann der Draw an und Villain bettet, dann investiere ich in unbekannte Gegner keine Chips mehr um die Riverbet zu zahlen – nur bei dir, bf, calle ich bisweilen des Spaßes wegen. 😉

bf
2 Jahre zuvor
Reply to  Tyro73

Tyro,

zu 1 und 2)
die Draws brauchen auf meine Flopbet auch gar nicht zu folden, der BB soll halt nur für seinen Draw bezahlen. (Wenn er foldet, gerne genommen). Dazu blocke ich mit meinen Kings ein paar Outs, was seinen zudem Call unprofitablerer macht. Er wird mit einem A immer auf einer Straße Chips von mir kriegen. So bestimme ich aber den Betrag!
Falls er kleine Paare hält, die ich alle in seiner Prefloprange sehe, bekomme ich von denen eh kein Geld mehr. Daher bringe ich die lieber zum Folden, als das sie sich umsonst verbessern.

Zu 3)
Kein Problem den Ausstieg zu finden (wie gesehen…)

Zu 4)
Ich denke, dass gute Spieler ihre Draws nach einem gecheckten Flops am Turn anspielen und am River bei verpasstem Draw dann auch noch einmal in der Lage sind, erneut zu feuern. Ich wäre es auf jeden Fall. Denn die UtG Hand kann einfach nicht sehr stark sein, wenn man so zu River käme, denn das Board war am Flop einfach zu drawlastig. Und das Image des Big Blinds hätte hervorragend dazu gepasst.

Aus meiner Sicht ist die Flopbet nie unprofitabel, sei denn wir folden danach direkt auf jede Bet (was meinem UtG-Image auch nicht gerade zuträglich wäre). Aber ich lasse hier die Draws bezahlen und schütze mich gegen lucky Turnhits. Beide Spielweisen sind sicher nicht verkehrt, aber ich sehe immer noch die Vorteile der Flopbet.

PS: ich liebe schlechten Calls von Dir 😉

troan67
2 Jahre zuvor

Super analysiert. Genau meine Meinung kanns halt nicht so professionell schreiben ?

zawi
2 Jahre zuvor

Das Argument dass man für Sieg mehr riskieren muss ist nicht schlecht.

Wenn er so normal ist foldet er eventuell sein Ass.

Den Flush nimmt er mir aber nicht ab. Ich fürchte ich wäre nach meinem
Spiel-endlich-auf-Sieg-Frust–All-In schachmatt.

zawi
2 Jahre zuvor

Daher folde ich und bin noch mehr frustriert wie vorher

-Ashes-
2 Jahre zuvor
Reply to  kovinator

eine premium hand zu folden ist auch nicht einfach.
allerdings war der spot schon sehr polarisiert und wenn auch ich es live schaffe KK zu entsorgen, dann HIER 😀

btw: :Qd: :Jd: auch mein tipp

wie ist das turnier für dich ausgegangen kovi?

Tyro73
2 Jahre zuvor
Reply to  kovinator

Lieber Kovi,

vielen Dank, dass du mir diese Ehre hast zuteil werden lassen (‚verbeug‘)!
🙂
Der Tyro

Fonzie
2 Jahre zuvor
Reply to  kovinator

Die Hand war in diesem Spot für Hero einfach nicht zu gewinnen.
Kommt eben vor, dass das Board Monster zu Normalos schrumpfen lässt.

Aber eine Frage hätte ich da noch:
Warum checkraist Du den Flop nicht mit QdJd?
Ich halte den Flat Call für einen sehr kostspieligen Fehler.
Der Gegner ist hier nie mit einem Flushdraw, der uns schlägt unterwegs, weil wir KdQd und KdJd blocken. Und Ad und Td liegt am Flop.
Wir haben quasi den Nutflushdraw in Kombination mit dem OESD.
Käme das Raise vom Button würde ich sogar den Flop donken. Das UTG-Raise lässt mich auf eine Contibet hoffen, deshalb lieber Checkraise.
Wir bekommen zu oft eine superstarke Hand als dass wir Value auf early streets liegen lassen könnten oder Foldequity realisieren. Wenn Villain zwei mal bezahlt und unsere Draws nicht ankommen können wir am River easy aufgeben.

ganta
2 Jahre zuvor

KK ist nur vor dem flop eine Prämiumhand, bestimmt nicht auf diesem flop und schon gar nicht mehr auf dem river! Also kann der fold auch recht leicht von der Hand gehen 😉
War im Urlaub, deshalb habe ich jetzt alles nachgelesen. Bin auch bei Tyro. Check behind am flop, ein bet callen am turn oder nach einem zweiten check von villain betten und am river bei einer zweiten Barrel von villain folden! Denn bei dieser Spielweise wird jede Ax Hand von villain, die den turn gebettet hat am River checken! Dadurch spare ich mir in diesem Fall die schwierige Entscheidung am river und ev. auch 4k 😉

phillo283
2 Jahre zuvor

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich fand, dass die Hände, die wir in letzter Zeit hatten mehr als nur Standard waren und man meiner Meinung nach nicht viel Kontent draus ziehen konnte. Sind wir mal ehrlich, als guter Spieler ist die KK Hand hier easy zu spielen. Check behind auf dem Flop, call oder kleine bet auf dem Turn, je nachdem, was der BB macht und fold auf dem River. Interessanter waren in meinen Augen die Hände, wo es um Entscheidungen vor dem oder auf dem Flop ging. Wo man also wirklich die Range und Spielweise der Gegner analysieren muss, um sein weiteres Vorgehen zu beurteilen. Wenn wir hier (meistens) ohne jegliche Infos eine Hand auf dem River analysieren, spielen wir blindes Standard ABC Poker und in 2 von 10 Fällen sind auch mal bluffs möglich, aber meistens war die Sache schon vorher klar. Ich wäre mal wieder für ne Hand, in der wir uns vor dem Turn schon entscheiden müssen, wie wir die Hand weiterspielen. Ich selber spiele erst wieder etwas mehr während der WCOOP, kann also aktuell selber keine Hand beisteuern.^^

phillo283
2 Jahre zuvor
Reply to  kovinator

Da hab ick keenen Zweifel dran. 🙂

ganta
2 Jahre zuvor

Bin bei phillo. Finde diese Hand jetzt nicht so schlimm uninteressant wie manche hier geschrieben haben aber ein bisschen Abwechslung kann schon sein! ZB.
– schwierige Preflopentscheidungen (kurz vor der bubble, kurz vor Finaltisch/am Finaltisch [icm],…)
– schwierige Flopentscheidungen, battle of the blinds wenn man schon deeper im Turnier ist,…

@ kovi: Denn meist sind deine Hände mit einem check am turn verbunden (scare Card und/oder pot control und zum bluff inducen) und danach feuert villain. Wir laden mit unserem passiven Spiel immer den Gegner zum betten am river ein (sage nicht dass es schlecht gespielt ist) und sind dadurch meist gezwungen zu callen.

…kann auch mal eine Hand sein die nicht eine bestimmte Entscheidung fordert (fold oder call) sondern eine Diskussion wie die beste Spielweise einer Hand ist. Zb. set in einem 3 oder 4way Pot in first Position (Donkbet- wenn ja wie hoch oder doch eher check-raise,…)
Gibt viele Turniersituationen die in deinen Analysen nicht vorkommen. Ich hoffe da waren ein paar Anregungen für dich dabei Kovi 😉

ganta
2 Jahre zuvor
Reply to  kovinator

Cool thx, freu mich schon! 🙂

Seti
2 Jahre zuvor

@all
das Strategie-Forum bietet immer Möglichkeiten zur Diskussion über „besondere“ Spots oder über „besondere“ Entscheidungsprozesse. Leider wird diese Option viel zu wenig genutzt. Wenn ein lebhafter Gedankenaustausch entsteht, haben immer alle Beteiligten einen Vorteil, da man über die Sichtweise eines Playerpools Informationen bekommt.

Ein Beispiel:
In diesem Post ging es um das optimale Sizing einer Preflop-3-Bet-Situation und die daraus resultierende Postflop-Line kurz vor der Bubble bei der Sunday Million.

http://www.pokerfirma.com/Pokerforum/topic/sunday-million

Leider kommt es im Forum nicht zu grösseren Diskussionen.
Warum seid ihr hier (bis auf wenige Ausnahmen), nicht aktiv?

ganta
2 Jahre zuvor
Reply to  Seti

Ja genau, coole Frage! Ich schaue leider zu wenig ins Forum und wenn hab ich wieder mal mein Passwort fürs Login vergessen 🙁
Man kann ja in so eine Hand dann auch zwei Fragen einbauen. Was ist wenn du bei deiner Hand QQ hältst und du von UTG gecovert wirst und auf deine 3bet gepusht wird? Ist es ICM richtig zu callen oder zu folden? Oder wäre in dieser Situation ein flat call preflop der richtige Spielzug?!
In diesem Fall bin ich auch bei phillo mit einem kleineren 3bet denn da ich den UTG raiser cover muss ich keine Angst haben dass ich kurz vor ITM rausfliege! Und genau diese Angst hat der UTG raiser mit einer medium strenght Hand (AQ, KQ, 99,..) Bei einem kleineren raise called er vielleicht/wahrscheinlich und kann sich dann ev. von top pair nicht trennen und du kannst ihn bis kurz vor das all in street by street melken 😉 Du willst ja in dieser Phase des Turnieres zu Chips kommen! Und wenn er dich aufkauft- egal! Du kommst dann immer noch ITM!
PS: Sorry dass ich jetzt zu dieser Hand hier schreibe. Werde mich bemühen wieder mein Passwort rauszufinden und aktiv im Forum teilzunehmen 😉

Seti
2 Jahre zuvor
Reply to  ganta

Würde mich sehr freuen, falls das Forum etwas mehr belebt werden würde. Der Vorteil des Forums auf dieser Site ist, dass die Antworten alle qualitativ gut sind und die Troll-Dichte = 0 ist.

zu dem erwähnten Spot:
Ich hatte halt Anhaltspunkte, dass die Chance sehr gut sei, für den Flop ein SPR von ~1:1 zu kreieren. Insofern war mein Plan es (spätestens) auf dem Flop in-zu-getten. Im CG Standard bei diesen „Rahmenbedingungen“, Ich bin aber inzwischen der Meinung, dass das Sizing zu hoch war.

phillo283
2 Jahre zuvor
Reply to  kovinator

Korrekt, wir warten Sehnsüchtig auf Frischfleisch. 😀

Seti
2 Jahre zuvor
Reply to  phillo283

*** lol ***

ganta
2 Jahre zuvor
Reply to  kovinator

Ja mach ich! Will den Herbst e wieder mehr spielen. Bin zwar momentan eher auf der mixed game Welle aber gute NLH Turniere lasse ich mir trotzdem nicht entgehen 😉
Da fallen bestimmt ein paar Hände auch fürs Forum ab! Stehe also gerne als Frischfleisch zur Verfügung 😉 Muss mich e wieder ein bisschen mehr mit Theorie und Handanalysen beschäftigen!