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Online Poker: Gericht weist Wire Act Neuinterpretation zurück

Die neue Auslegung des Wire Acts ist nicht gültig. Das Revisionsgericht in Boston gab der Lotteriekommission von New Hampshire recht. Damit ist Online Poker auch zwischen verschiedenen Bundesstaaten legal.

Wie Jeff Ifrah, der als Anwalt selbst an dem Fall arbeitet, berichtet, so bestätigte das zuständige Bundesgericht (United States Court of Appeals for the First Circuit) das Urteil, welches im Sommer 2019 von einem Bezirksgericht gefällt wurde.

Damals klagte die New Hampshire Lottery Commission gegen die Neuinterpretation des Wire Acts seitens des Justizministeriums (DoJ). Das DoJ akzeptierte jedoch die Entscheidung von Richter Paul Barbadoro nicht und ging in Berufung.

Für die Befürworter von Online Poker ist das jüngste Urteil eine positive Nachricht da die Neuauslegung massive Probleme bedeutet. Der Wire Act ist ein Gesetz aus 1961. Ursprünglich sollten Sportwetten per Telefon unterbunden werden.

Das Problem ist jedoch, dass moderne Kommunikation sich weit von klassischen Telefonleitungen entfernt hat. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn damals dachte niemand an ein globales Netzwerk, welches uns heute verbindet.

Das Gesetz war lange Zeit ein Stolperstein für jegliche Bemühungen Online Poker zu regulieren. Unter der Regierung von Obama stellte das Justizministerium 2011 jedoch klar, dass das Gesetz nur für Sportwetten gilt.

Nachdem einige Bundesstaaten Poker im Netz regulierten und sogar ein gemeinsames Netzwerk bildeten, wurde Anfang 2019 eine (neue) Neuinterpretation des Justizministeriums veröffentlichen. Diese legte das Gesetz so aus, dass jedes Glücksspiel im Netz beschränkt werden muss.

Neben offensichtlichen Problemen für Poker Rooms sorgte diese Entscheidung auch bei staatlichen Lotterien für Kopfschmerzen. Bei konservativer Auslegung könnte selbst ein Loskauf an einem Schalter ein Verstoß sein.


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