- Emotionaler Sieg: Philip Sternheimer gewinnt erstes WSOP-Bracelet nach 13 Jahren Pokerkarriere.
- Schlüsselhand: Top Two Pair und Nut Low bringen den entscheidenden Scoop.
- Starke Konkurrenz: Finaltisch mit Deeb, Hastings, Vitch und Soverel – alle mit WSOP-Titeln.
Es war ein Moment voller Emotionen, wie er nur selten vorkommt: Als Philip Sternheimer bei der WSOP 2025 seinen ersten Bracelet-Sieg perfekt machte, hielt er die goldene Trophäe in die Kamera seines Handys und sagte zu seiner Frau nur drei Worte: „We did it.“ Die Antwort am anderen Ende der Leitung? Freudenschreie – und Tränen auf Sternheimers Gesicht.

Der 46-jährige Deutsche, der seit Jahren in London lebt, hatte sich mit seinem Sieg im $10.000 Pot-Limit Omaha Hi-Lo 8 or Better Championship einen Lebenstraum erfüllt und 763.087 US-$ (ca. 710.600 €) gewonnen.
Spannendes Heads-up: Sternheimer gegen Furth
Das Heads-up zwischen Sternheimer und Bruno Furth startete wurde größtenteils auf Augenhöhe ausgetragen. Schon in der ersten Hand wurde es dramatisch: Furth war mit A♠️ A♦️ 5♣️ 3♠️ gegen Sternheimers 2♦️ 3♦️ 9♥️ 4♠️ all-in. Sternheimer hatte Nut Low, einen Open-End-Straightdraw und einen Flushdraw. Am Ende teilten sie den Pot.
Dann der Wendepunkt auf dem Board A♦️ 9♦️ 6♠️: Sternheimer traf mit A♠️ 9♥️ 4♠️ 3♦️ Top Two Pair und hatte 4-3 Low-Draw. Furth hielt J♦️ 10♠️ 3♥️ 2♦️ für Nut Low Draw und Flushdraw. Der Turn 7♣️ brachte Furth Low und weitere Outs – doch der River 2♥️ ließ Sternheimer mit Top Two Pair und Nut Low den gesamten Pot stibitzen.
Furth kämpfte sich mit einer Straße zurück – am Ende reichte es aber doch nicht zum Sieg. In der letzten Hand ging es mit dem Flop Q♥️ 9♦️ 2♥️ los. Sternheimer zeigte Q♠️ Q♦️ J♦️ 9♣️ und hatte das Top Set, Furth hielt K♦️ J♥️ 5♣️ 3♥️ mit Straight-, Flush- und Backdoor-Low-Outs. Turn 4♠️ eröffnete ihm weitere Möglichkeiten – aber der River 2♠️ änderte nichts mehr am Ausgang. Full House für Sternheimer, kein Low – der Scoop und das Bracelet gingen an ihn.
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Ein Leben für Mixed Games-Events
Für Sternheimer war sein WSOP-Sieg der Lohn jahrelanger Arbeit: „Ich denke nicht, dass ich jemals etwas so sehr wollte“, sagte er nach dem Sieg. Schon 2012 war er bei der WSOP dabei, seitdem hatte er viele Final Tables erreicht, letztlich aber nie ganz oben an der Spitze gestanden. Das hat der Brite nun geändert.
Die Ergebnisse:
Platz
Spieler
Land
Preisgeld (US-$)
Preisgeld (ca. €)
1
Philip Sternheimer
Vereinigtes Königreich
763.087 US-$
710.600 €
2
Bruno Furth
USA
508.705 US-$
473.100 €
3
Shaun Deeb
USA
348.304 US-$
324.900 €
4
Brian Hastings
USA
243.144 US-$
226.100 €
5
Christopher Vitch
USA
173.121 US-$
161.000 €
6
Magnus Edengren
Schweden
125.772 US-$
117.000 €
7
Sam Soverel
USA
93.273 US-$
86.800 €
8
Dennis Weiss
Deutschland
70.639 US-$
65.800 €
9
Edward Spivack
Vereinigtes Königreich
54.657 US-$
51.000 €