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PokerStars: EPT Rückblick – Season 4

Wir sind bereits in Season 4 bei unserem Rückblick auf die Geschichte der PokerStars European Poker Tour (EPT). Jede Saison brachte ihre Neuerungen und dieses Mal waren es teurere Turniere und die Integration des PokerStars Caribbean Adventure (PCA) in die europäische Tour.

In Season 3 waren die Teilnehmerfelder durch den mittlerweile großen Pokerboom in Europa so groß geworden, dass sich etwas überlegen musste. Auch für die Amerikaner war die Serie sehr interessant geworden und vor allem auch durch die Qualifikation durch PokerStars kamen immer mehr nach Europa. Im Gegenzug ging die Tour in dieser Saison nun aber auch erstmals über den großen Teich auf die Bahamas und feierte die erste PCA als EPT Stopp. Bevor es aber in die Karibik ging, gab es noch die Premiere der EPT Prag. Und es sollte noch einen weiteren neuen Standort geben, nämlich in San Remo. Unmittelbar vor dem Grand Final in Monte-Carlo besuchte die Tour die italienische Rivieraküste und machte beide Stopps durch ihre geographische Verbundenheite damit für die Spieler interessant. E

Bei der allerersten EPT Barcelona betrug das Buy-In € 1.100, in Season 4 war man bei  € 8.000 angelangt. Es sollte die teuerste Buy-In Season sein, über Spielermangel konnte man sich aber dennoch nicht beschweren. So kamen 543 Spieler zum Saison-Auftakt nach Barcelona und Sander Lyloff machte sich zum Millionär. Fast einen deutschen Sieg hätte es dann beim Stopp in London gegeben, doch Florian Langmann musste sich im Heads-up Joseph Mouawad geschlagen geben. Platz 3 ging ebenfalls nach Deutschland, nämlich an Marcel Baran.

Auch im Casino Baden betrug das Buy-In in Season 4 € 8.000 und mit 282 Teilnehmern konnte man sich doch über respektable Beteiligung freuen. Anton Allemann, ein bis dahin unbekannter Schweizer, schaffte es an den Final Table und sollte später Teil des Team PokerStars werden. Für die beste deutsche Platzierung sorgte in diesem Jahr Manfred Hammer, der Platz 6 erreichte.

Zum ersten Mal gastierte die EPT im Dezember 2007 dann im Hilton Prag und ist seitdem aus der tschechischen Hauptstadt nicht wegzudenken. Der vorweihnachtliche Stopp lockt seitdem alljährlich zahlreiche Spieler nach Prag und schon die Premiere mit 555 Teilnehmern beim € 5.000 Main Event konnte sich sehen lassen.

Bertrand Grospellier

Und dann war da die erste PCA mit PokerStars Branding. Das Festival im Atlantis Resort war nicht neu, erfunden hatte es die WPT. Doch ab 2008 war die PCA Teil der EPT und so sollten von nun an zu Jahresbeginn die Massen in die Karibik pilgern. Schon das erste Event mit einem Buy-In von $8.000 lockte 1.136 Spieler an. Der Sieg ging an Bertrand „ElkY“ Grospellier, der seit diesem Zeitpunkt nicht mehr aus der Pokerszene wegzudenken ist.

Ganz großes Kino war in dieser Saison auch die EPT Dortmund. Auch hier war das Buy-in mit € 8.000 hoch, 411 Teilnehmer konnten sich aber sehen lassen. Drei Deutsche (Johannes Strassmann, Torsten Haase und Andreas Gulunay) und ein Schweizer (Claudio Rinaldi) waren am Final Table, aber den Sieg schnappte sich letztlich doch ein junger Kanadier – Mike McDonald, der ebenfalls noch heute einer der Top-Pros der Pokerwelt ist.

Die EPT Kopenhagen schrieb in Season 4 auch eine eigene Geschichte, oder besser gesagt der Sieger Tim Vance. Mehr als vier Stunden dauerte das Heads-up zwischen ihm und Soren Jensen, war aber geprägt von nahezu keiner Action, dafür aber umso mehr Selbstgesprächen von Vance mit seiner Kappe.

Michael Schulze

In Warschau gab es dann den zweiten EPT Sieg für Deutschland. Michael Schulze setzte sich im 359 Teilnehmer starken Feld durch und holte sich ein Preisgeld von rund € 345.000.

Von Polen ging es dann an die Mittelmeerküste zum doppelten Finale mit der EPT San Remo und dem Grand Final in Monte Carlo. Die Italiener sind bekanntlich pokerverrückt und so stürmten gleich 701 Spieler das erste € 5.000 EPT Event auf italienischem Boden. Trotz doppeltem Buy-In (€ 10.600) waren in Monte Carlo noch mehr Spieler am Start, nämlich 842. Der Kanadier Glen Chorny holte sich den Sieg für mehr als € 2.000.000, auch Runner-up Denes Kalo ging noch als Millionär nach Hause.

Datum Event Buy-In Preispool Teilnehmer Sieger Preisgeld
28. Aug 07 EPT Barcelona Open  8.000 € 4.181.100 € 543 Sander Lyloff  1.170.700 €
25. Sep 07 EPT London  £5.400 £2.038.400 392 Joseph Mouawad  £611.520
07. Okt 07 EPT Baden Classic  8.000 € 2.143.200 € 282 Julian Thew  670.800 €
30. Okt 07 EPT Dublin  8.000 € 1.701.700 € 221 Reuben Peters  532.620 €
10. Dez 07 EPT Prague  5.000 € 2.530.240 € 555 Arnaud Mattern  708.400 €
05. Jan 08 PokerStars Caribbean Adventure  $8.000 $8.860.800 1136 Bertrand Grospellier  $2.000.000
29. Jan 08 EPT German Open  8.000 € 3.164.700 € 411 Mike McDonald  933.600 €
19. Feb 08 EPT Scandinavian Open  50.000 € 21.086.400 € 460 Timothy Vance  6.220.488 €
11. Mrz 08 EPT Polish Open  21.000 zł 7.180.000 zł 359 Michael Schulze  2.153.999 zł
01. Apr 08 EPT Sanremo  5.000 € 3.195.860 € 701 Jason Mercier  869.000 €
12. Apr 08 EPT Grand Final  10.600 € 8.420.000 € 842 Glen Chorny  2.020.000 €

Siehe auch:
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Season 2
Season 3
Season 4
Season 5
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PokerStars Championship
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