Concor Card Casino

Pressemitteilung der CCCs zur derzeitigen Situation

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Gestern haben wir Euch kurz über die Mitarbeiterversammlung im Concord Card Casino Wien-Simmering informiert, heute gibt es die Pressemitteilung der CCCs. Hier weist Peter Zanoni noch einmal darauf hin, dass er auf die Gerichtsentscheide wartet und hofft.

Pokercasinos zu – 600 CCC-Mitarbeiter sollen Februargehälter bekommen

Utl.: Zanoni will nach Razzien weiterkämpfen – „Pokerkönig“ hat seit Jahresbeginn keine Lizenz mehr – Warten auf VfGH-Entscheidung

Wien (APA) – „Pokerkönig“ Peter Zanoni gibt nicht auf. Nach mehreren Razzien der Finanzpolizei hat er Ende Jänner seine 12 Concord Card Casinos vorläufig geschlossen. Seine rund 600 Mitarbeiter will Zanoni aber nicht auf die Straße schicken. Um die Februargehälter zahlen zu können, sollen Reserven aufgelöst werden. Gestern gab es eine große Betriebsversammlung.

„Ich war tief beeindruckt vom inneren Zusammenhalt der gesamten Mannschaft“, sagte Zanoni am Mittwoch zur APA. In Anbetracht einer ausständigen Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs (VfGH) wolle er weiterkämpfen.

Seine 12 CCC-Standorte hat Zanoni vorige Woche zugesperrt, nachdem ihm die Finanzpolizei mehrfach ungebetenen Besuch abgestattet hatte. „Ich habe deshalb geschlossen, weil ich die Sicherheit meiner Mitarbeiter und meiner Gäste nicht mehr garantieren kann“, so der Pokerunternehmer.

Zanoni liegt seit der Eröffnung seines ersten Pokercasinos im Jahr 1993 mit der Finanz im Clinch, die Folge waren zahlreiche Verfahren am Verwaltungs- und Verfassungsgerichtshof.

Mit Jahreswende 2019/20 ist es für Zanoni eng wie noch nie geworden. Zu diesem Zeitpunkt liefen seine Pokergewerbescheine endgültig aus. Pokern fällt seit der Glücksspielgesetz-Novelle (GSpG) 2010 unter das Glücksspielmonopol des Bundes, das Kartenspiel ist daher nur mehr in den teilstaatlichen Casinos Austria erlaubt.

Dazwischen, bis 31. Dezember 2019, gab es eine Übergangsfrist, die für Zanoni aber ein Hohn war, wie er sagt. In der Zeit hätte er nämlich das Fünffache seiner Einnahmen an Steuern zahlen müssen. „Das ist keine Übergangsfrist, sondern eine Hinrichtung.“

Bei Zanoni wurde die Glücksspielabgabe nicht an den Einnahmen seiner Gesellschaft bemessen, sondern an den Einsätzen der Spieler. „Auf die Einsätze meiner Spieler habe ich keinen Einfluss, sie fließen mir nicht zu“, argumentiert Zanoni. Mittlerweile hat er Abgabenschulden in dreistelliger Millionenhöhe, einige seiner Gesellschaften sind in Konkurs gegangen.

Für Zanoni ist das alles eine „hinterhältige Gesetzgebung, die nur zum Ziel hat, ein einziges Unternehmen zu bevorzugen: die Casinos Austria“.

Bei der Mitarbeiterversammlung am Dienstag sei beschlossen worden, eine Bürgerinitiative auf den Weg zu bringen, sagte Zanoni. Außerdem wolle er beweisen, „was in Österreich alles unter dem Deckmantel des Spielerschutzes und der Kriminalitätsbekämpfung passiert“. Er möchte sich ansehen, wo die 35.000 CCC-Besucher pro Monat nun hingehen. „Zum Teil fahren sie in die Slowakei, zum Teil nach Tschechien, zum Teil gehen sie in private Partien“, so Zanoni.

Ob die bisherigen CCC-Kunden auf die Casinos Austria ausweichen? „Nach jetzigen Beobachtungen: nein.“ Der Grund laut Zanoni: In den Casinos seien die Split Limits derart ausgestaltet, dass ein ungeübter Spieler einen Stundenverlust von 2.000 bis 2.500 Euro haben könne. „Das kann sich nicht jeder leisten.“ An Zanonis Standorten betragen die Limits 50 Cent bis 1 Euro, was einem Stundenverlust von 50 bis 60 Euro entspreche, so der CCC-Gründer.

Die Casinos Austria sprechen auf ihrer Website auch Kunden an, die nicht so viel einsetzen wollen: „Wählen Sie Ihr Spiel, auch schon mit geringen Einsätzen bis hin zu den höchsten Limits in Europa.“

Zanoni hat schon vor einiger Zeit beim VfGH einen Individualantrag eingebracht, in dem er moniert, dass das Glücksspielmonopol ohne Kohärenzprüfung erweitert worden sei. Der Gerichtshof hat daraufhin die Regierung zur Stellungnahme aufgefordert, die Frist dafür läuft Zanoni zufolge am heutigen Mittwoch aus. Laut EU-Regeln ist ein Monopol nur zulässig, wenn es der Spielsucht- oder Kriminalitätsbekämpfung dient. In Österreich, sagt Zanoni, „hatten wir keine Probleme, weil wir uns ordentlich verhalten haben“. Zudem ist Pokern in den Augen Zanonis kein Glücks-, sondern ein Geschicklichkeitsspiel.

Bis die Verfassungsrichter darüber entscheiden, dauert es noch; Zanoni rechnet damit, dass es in der nächsten Session so weit ist. Zusätzlich hat der Pokerunternehmer einen „Antrag auf vorläufigen Rechtsschutz“ gestellt. „Darüber wird im Februar entschieden. Deshalb kämpfen wir weiter.“

Ebenfalls noch im Februar will Zanoni die Gastronomie an ein paar von seinen Standorten eröffnen – „dort, wo sie nicht verbarrikadiert ist. Wir werden dort Kommunikationszentren einrichten“. Außerdem wurde Zanoni bei Politik (SPÖ und NEOS) und Wirtschaftskammer (WKÖ) vorstellig, unter anderem, um eine Verlängerung der Übergangsfrist zu erwirken.

Das Vorgehen der Finanzpolizei findet Zanoni nach wie vor ungehörig. In sein Montesino im Gasometer in Wien seien die Beamten gekommen, obwohl er den Betrieb schon „freiwillig geschlossen“, ein 100.000-Euro-Turnier abgesagt habe. „Sie haben das Licht aufgedreht und alle Schlösser aufgebohrt und getauscht.“

Autor: snu/sp
Quelle: APA

20 KOMMENTARE

  1. Glaubt die Scheiße eigentlich jemand? Die tollen Card Casinos, wo die Welt so grandios ist und die bösen Casinos Austria, wo alle nur in den Ruin getrieben werden. Ist es nicht so, dass Spieler in den Concords sogar noch direkt von den Chefs mit Geld versorgt wurden und Existenzen zerstört? Nein, natürlich nicht. Das Schneegestöber bei der Security ist sicher auch nur ein Mythos. Und dass die halbe Montesino Crew mal zufällig was mit einem bestimmten Überfall zu tun hatte? Auch nur Gerüchte. Wenn man nur genug auf die Tränendrüse drückt, dann passt schon wieder alles. Warum kann Z seine Dealer nicht ordentlich anmelden? Aces und das alles haben ihm natürlich kein Geld gebracht.
    Hört auf mit dieser Schleimerei, Z ist nicht der Arme. Und hätte er sich mal darum bemüht, einen legalen Status zu erreichen, als nur Gesetzeslücken auszunutzen und dem Staat eins auswischen zu wollen, dann gäbe es vielleicht die Concords noch.

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        • sorry, aber der Name war zu geil 🙂

          @tom – nur weil man die Wahrheit schreibt, ist man gleich ein ehemaliger Mitarbeiter? Frag doch mal nach, wer von den Montesino Bossen schon seit Jahrzehnten als Sauger bekannt war und womit die Security so ihr Geld verdient. Und der Prater-Überfall ist nun wirklich kein Geheimnis, Google hilft

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  2. Sorry, auch wenn es an der neuen Gesetzeslage und vor allem auch wie sie zustande gekommen ist, viel zu kritisieren gibt, macht sich Zanoni mit dieser Pressemitteilung doch lächerlich.

    „In den Casinos seien die Split Limits derart ausgestaltet, dass ein ungeübter Spieler einen Stundenverlust von 2.000 bis 2.500 Euro haben könne. „Das kann sich nicht jeder leisten.“ An Zanonis Standorten betragen die Limits 50 Cent bis 1 Euro, was einem Stundenverlust von 50 bis 60 Euro entspreche, so der CCC-Gründer.“

    Wann wurden denn bei Zanoni je Limits von 50cent angeboten? Das kleinste Limit dass ich kenne ist 1€/1€. Im Casino Austria wird standardmäßig 2,5/5 Texas Holdem angeboten mit minimum buyin von 200€. Wie soll man da pro Stunde 2000-2500€ verlieren? (davon abgesehen dass es sogar auch noch kleinere limits gibt).

    „In sein Montesino im Gasometer in Wien seien die Beamten gekommen, obwohl er den Betrieb schon „freiwillig geschlossen“, ein 100.000-Euro-Turnier abgesagt habe. „Sie haben das Licht aufgedreht und alle Schlösser aufgebohrt und getauscht.“

    Ja warum haben sie das wohl gemacht? Weil Zanoni im vorhinein schon mehrfach bewiesen hat, dass er sich einfach dem Vorgehen der Finanzpolizei widersetzt und ein paar Tage später sonst wieder aufsperrt. Welche andere Möglichkeit hatte die Finanzpolizei? Die Finanzpolizei setzt nur das geltende Gesetz durch, was auch ich persönlich, wie bereits erwähnt, nicht für sehr zielführend halte. Denn in einem großen Punkt muss ich dann auch Hernn Zanoni Recht geben
    „Zum Teil fahren sie in die Slowakei, zum Teil nach Tschechien, zum Teil gehen sie in private Partien“, so Zanoni.“
    Genau dies kann eigentlich in niemandes Interesse sein.

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  3. Ich spiele zwar nicht, da ich Weiss wann genug ist und was ich mir leisten kann.
    Denn jeder der in Casinos geht ist Erwachsen und kann seinem Hobby, oder so sonstigen Freizeit Aktivitäten nachgehen, wie er möchte und wenn er dann seinen Lohn auf den Kopf schmeißt oder sein Urlaubs Budget auffrischt ist ja seine Entscheidung, BZW. Glück oder Können!?
    Keiner wird gezwungen sein Geld auf die Tische zu schmeißen!!
    Also was ist daran falsch?
    Das Herr Zanoni, dadurch Geld verdient?
    Die “ armen“ Mitarbeiter, sind die gezwungen dort zu arbeiten!?
    Denke das auch diese ihre freie Entscheidung getroffen haben.
    Wenn alles so schlecht wäre, würde dort ja auch keiner mehr arbeiten, oder irre ich mich da?
    Schönen Tag noch 😉

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  4. ich bin gespannt was da noch passiert. vor 3-4 jahren hab ich regelmäßig im montesino und in simmering gespielt, dann eine lange pokerpause. sommer 2019 wieder ein bisschen begonnen. für mich sind die dealer ein graus. ein paar urgesteine gibts noch, aber ich finds schon schade wenn der großteil der dealer kein deutsch spricht. aber auch die qualität ihrer arbeit, vorallem im turnierbereich.

    – dealer kommt beim beginn des turniers (shuffle up and deal) drauf das er garkeine karten am tisch hat
    – dealer muss 2 mal nachfragen was das raise/die bet war weil nicht aufgepasst
    – dealer unterhält sich während des mischens mit seinen kollegen in seiner sprache, braucht dadurch länger pro hand (das längste waren gestoppte 1:20 für 1x msichen und austeilen)
    – dealer verfolgt den verlauf der hand nicht, und weiß nicht wer dran ist usw muss von den spielern darauf hingewiesen werden er kann die nächste karte aufdecken
    – im cashgame wird am tisch slowakisch, tschechisch usw gesprochen, ich bitte den dealer die spieler darauf hinzuweisen das während sie karten haben nur deutsch oder englisch sprechen dürfen, er meinte er versteht sie und es is alles ok. mir is das halt egal ob er sie versteht, es gibt regeln. das war dann auch mein seat open an dem abend

    overall hat die qualität des service dort schwer nachgelassen. auch wenn man bisschen mitrechnet was da alles versenkt wird. wenn beim 30-40 € bot schon da 5er chip vesenkt wird.

    vl wird es zeit mal die casinos austria zu besuchen wenns ums pokern geht. aber wsl wirds im sommer nicht möglichs ein mit da kurzen hose dort aufzutauchen. oder im winter mit da jogginghose…das war in den ccc häusern immer praktisch 😀

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    • Also, zwecks Qualität, da gebe ich Ihnen Recht.
      Ich möchte auch am Tisch meine Aufmerksamkeit und erwarte das in der Sprache Deutsch oder Englisch gesprochen wird.
      Solche Dealer sollten gleich mal nach Hause geschickt werden.
      Naja, mal schauen was in nächster Zukunft passiert.

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  5. Da gebe ich Dir 100% recht die Qualität der Dealer die überhaupt nicht wissen was Regeln sind ist im Monte und CCC Simmering sehr Ärgerlich gewesen was aber auch Schwäche des Managements und deren Floorman‘s war. Immer wieder angesprochen änderte sich nichts ich find es gut das nun Ende ist 👍🏻👏🏻

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  6. Es ist doch immer das selbe…

    alle sind immer am nörgeln, dass IRGENDWAS im Casino / Card House usw. nicht nach ihrer Nase läuft… dann ist da das Rake zu hoch – da kostet es 2€ zuviel an Eintritt da ist das und da ist das…

    beste Beispiel ist das Kings… man kann es nie allen recht machen aber für das was wir alle (ich nenne es mal so) „lieben“ – das Pokern … sind alle Locations gut genug… dann geht doch in Mediterrane Restaurants mit Kroatischem / Serbischem – Flair und spielt gegen iwelche Nachtclub und Shisha-Buden Besitzer denen es egal ist 400€ zu callen mit ihrer „Geburtstags-Hand) 93….

    Ich finde halt man sollte nicht immer das schlechte sehen… und wenn, kann man es ja ansprechen… bei uns in Aachen wird immer versucht neuen Wind rein zubringen – für kleine und große buy ins

    man darf halt nie vergessen… JEDER geht hin um spaß zuhaben und um zu GEWINNEN!

    der Betreiber will und muss auch „gewinnen“ verdienen … und alles muss bezahlt werden… Dealer (egal wie schlecht sie auch sein mögen) die netten Damen die euch den Kaffee bringen usw usw. da steckt einiges drinne in so einem „Haus“ – aber manchmal habe ich das Gefühl, dass manche hier all diese Dinge „übersehen“

    Ganz ehrlich … wenn ich mich mit 200€ an einen 1/2€ Tisch jetzt nach 5 Std. aufstehe und 750€ in mein chipstack packe, hatte ich einen schönen Abend mit 550€ Gewinn habe dem Service noch 3€ Trinkgeld gegeben und komme gerne wieder…

    verstehen kann ich die Leute NICHT, die sagen jaaa mhhhh wennn aber…. das rake nur…. DANN hätte ich 810….
    ja schön… 60€ sind für 6 oder gar 12 Häuser NICHTS……..

    wenn ihr umsonst spielen wollt – macht Homegames auf unter „freunden“ um zieht euch gegenseitig das Geld bei 0,25/0,50€ aus der Tasche…….

    schönen Rest Donnerstag noch

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  7. 1. Also der Überfall war und hat nichts mit den Mitarbeitern zu tun sondern waren es Zigeuner aus Ungarn die das gemacht haben.
    2. 50cent Tische gab es in ccc Prater wer es nicht kennt ist selber schuld
    Spiele schon 10 Jahre in den Häusern und es hat immer gepasst gut die dealer in den letzten Jahren waren ne Frechheit.
    Das Casino Austria wird nie so eine Atmosphäre haben wie das ccc [simmering,montesino] haben und das man Eintritt zahlen muss finde ich auch net leiwand.

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  8. Zigeuner …. bitte nicht die chef-Familie vom Montesino beleidigen, sind doch angesehene österreichische Bürger
    CCC Prater? 6 Jahre her? Noch länger?
    Und nein, man zahlt bei Casinos Austria keinen Eintritt.
    Kommentiert hier irgendjemand, der Ahnung hat? @pokerfirma – Könnt Ihr mal die wahre Geschichte der privaten Cardcasinos und der CASAG schreiben?

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  9. Unglaublich welchen Müll so manche Leute an Kommentaren hinterlassen! Es wird ausdrücklich erklärt, welche Ungerechtigkeiten dem CCC auferlegt worden sind und trotzdem scheint es so manchen nicht zu interessieren. Kann mir einer erklären, was Poker grundsätzlich bei den Casinos Austria verloren hat. Meiner Meinung nach ist es eine Frechheit, Spieler im Zuge des Pokers in ein Casino zu verfrachten, indem Poker neben das Glücksspiel platziert wird. Es wird mit absoluter Sicherheit so ausgehen, dass im Laufe der Zeit, tausende ehemalige CCC Spieler zum Pokern ins Casino Austria gehen und vom Glücksspiel, sprich Roulette, Black Jack oder Seven-Eleven u.sw. eine schwere finanzielle Niederlage erfahren werden! Man wird in jedem Glücksspiel Casino der Welt automatisch dazu animiert, an solchen Spielen teilzunehmen. Eines ist sicher, am Glücksspiel kann keiner langfristig gewinnen! Ich gehe auch nicht mit meiner Frau ins Golden Time oder in den Fun Palast um Cocktails zu trinken und im Zuge dessen ständig von netten Damen dazu animiert werde, fremd zu gehen. Das Fremdgehen ist aber demnach vorprogrammiert. Nein, dafür sind Cocktail-Bars vorgesehen! Nicht zuletzt die anderen Spieler, welche in türkischen und yugoslawischen Hinterzimmern zum Pokern eintreffen werden und schutzlos ausgeliefert sind. Diese Privatpartien finden schon im grossem Ausmass statt. Das ist Fakt!!!

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