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US Poker Open 2019: Koray Aldemir bezwingt Ryan Riess beim $50k NLH

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Endlich ist er da, der deutsche Sieg bei den US Poker Open von Poker Central und dem Aria. Koray Aldemir setzte sich bei Event # 9, dem $50.000 No Limit Hold’em durch und sicherte sich damit ein Preisgeld von $738.000.

Von den 41 Entries gingen sechs Spieler ins Finale, Sean Winter – neben Stephen Chidwick der heißeste Anwärter auf die Gesamtwertung – war der Chipleader. Kaum hingesetzt, erwischte Alex Foxen mit :Ac: :Qc: Seth Davies mit :Ad: :Qd: , weil das Board ::Kc: :10c: :6d: :5s: :2c: brachte. Foxen war es auch, der mit :Ac: :Kd: dann David Peters mit :8d: :8c: verabschiedete, weil am Board das Ass fiel. Auch Ryan Riess nahm Foxen fast alle Chips ab und es schien sein Tag zu werden.

Dann traf er mit :9h: :7h: am Board :5h: :10d: :Kh: :Js: :8c: auch die Straight und holte sich von Koray Aldmir, der :Ah: :10h: hielt, den nächsten Big Pot. Als Ryan Riess dann short mit :Jc: :9s: gegen :Qc: :2h: von Koray im Blind Battle verdoppelte, sah es für Koray gar nicht gut aus. Der Deutsche konnte aber mit dem Flush gegen Alex Foxen verdoppeln und kurz wieder aufatmen. Bis gleich darauf Sean Winter mit :Kc: :Qh: gegen Korays Pocket 9s verdoppelte und Koray gerade mal vier Big Blinds blieben.

Mit :Kh: :9c: gegen :Ad: :8d: von Alex Foxen konnte er am Board :10c: :7s: :Qd: :Jh: :9s: wieder verdoppeln und so das Ruder herumreißen. Gleich danach verdoppelte er noch gegen Sean Winter und hatte wieder 20 BBs vor sich. So ging es mit zahlreichen All-ins und Double-ups von Koray Aldemir, Ryan Riess und dann auch Alex Foxen weiter und tatsächlich gelang es Koray, sich an die Spitze zu setzen.

Für Alex Foxen blieb dann auch nur Rang 4, nachdem er mit :Ac: :8c: das Nachsehen gegen :Ah: :9h: von Ryan Riess hatte. Letzterer holte sich schließlich auch mit :Ad: :Kc: die Chips von Sean Winter, der auf :Js: :9s: gesetzt hatte. Das Board :3d: :Qd: :10h: :4c: :4s: und man war im Heads-up.

Hier war es dann Koray Aldemir, der als Chipleader startete und mit :Kc: :Qh: sich schließlich alle Chips von Ryan Riess mit :Kh: :7s: holen konnte. Das Board :10s: :6h: :10d: :Jh: :Qs: und Koray konnte über den Sieg und $738.000 Preisgeld jubeln.

Mit seinem dritten Platz holte sich Sean Winter wieder Punkte für die Gesamtwertung. Er ist der einzige Spieler, der aktuell fünf Cashes vorweisen kann und liegt damit an der Spitze. Punktegleich folgt Stephen Chidwick, der Vorjahressieger, auf Rang 2, allerdings mit einem Cash weniger. Damit bleibt es bis zum letzten Event, dem $100.000 NLH spannend, wer sich die US Poker Open 2019 sichern kann.

2019 US Poker Open

2019 U.S. Poker Open

Datum: 13. – 23. Februar
Ort: ARIA, Las Vegas
Events: 10
Buy-Ins: $10.000 – $100.000

—> U.S. Poker Open 2019 Schedule

USPO #9 – $50,000 NLHE

Buy-In: $50.000 + $1.000
Entries: 41
Preisgeld: $2.050.000

Die Payouts:

 

2019 U.S. Poker Open Event #9 Payouts
  Player Points Cash
1 Koray Aldemir 200 $738.000
2 Ryan Riess 140 $492.000
3 Sean Winter 100 $328.000
4 Alex Foxen 80 $204.000
5 David Peters 60 $164.000
6 Seth Davies 40 $123.000

Ranking:

2019 U.S. Poker Open Championship Standings
  Name Points Cash
1 Sean Winter (5) 540 $747.900
2 Stephen Chidwick (4) 540 $705.950
3 Nick Schulman (2) 410 $390.000
4 Brandon Adams (3) 365 $314.750
5 Koray Aldemir (2) 340 $897.200
6 Cary Katz (3) 340 $580.200
7 Bryn Kenney (2) 240 $477.000
8 Lauren Roberts (2) 240 $263.400
9 Jordan Cristos (2) 240 $206.200
10 Ali Imsirovic 200 $442.500
11 David Peters (2) 200 $264.800
12 Ben Yu (3) 200 $262.800

7 KOMMENTARE

  1. Was ich mich immer frage: Wie passt das bei den Super High Rollern mit dem ROI? Die investieren beispielsweise 50K$ und bekommen bei Sieg grade mal das 15 Fache raus. Solch eine große Edge kann sich doch keiner bei dem Feld geben, um zu glauben er wäre noch +EV?
    Oder stacken die sich alle gegenseitig um einfach nur die Deadmoney von den paar wenigen Recreationals abzugreifen?

    • Wieviel man für den ersten Platz bekommt hängt in erster Linie von der Feldgröße ab. Es stimmt zwar, dass in größeren Feldern höhere ROIs möglich sind, allerdings ist auch die Varianz deutlich höher, womit sich der reale ROI kaum bzw in Live MTTs vmtl nie realisieren lässt. In HU SnGs haben die Standard Regs auch einen ROI von 2-3% und leben gut davon.
      Mit Sicherheit hat in einem 50k praktisch keiner von den Profis 100% an sich selbst, aber die Staker würden auh nicht kaufen, wenn sie nicht davon ausgehen würden, dass der Stakee +EV ist.
      Habe den FT gestern im Stream gesehen und muss sagen Koray bester Spieler am Tisch und wirklich verdienter und sehr sympathischer Sieger. Das hat man auch in Event 3 der USPO gesehen. Wobei die anderen auch keine massiven Fehler gemacht haben, außer Ryan Riess und evtl Sean Winter aber vermute er hat das Leaderboard im Auge gehabt und deshalb zu sehr in Spots mit ICM Pressure auf ihn rumgenittet.

    • Das ist doch einigermaßen logisch, dass diese Superhighroller nur funktionieren, weil da deadmoney zu holen ist…es reicht bei so kleinen Feldern halt schon ein relativ geringer Anteil an recreationals… dass die Pros sich mehr oder weniger zwangsläufig die Kohle hin und her schieben ist auch logisch, ebenso so, dass die meisten iwie miteinander vernetzt sind

  2. Gibt meiner Meinung nach doch nur einige Stops der SHR im Jahr, die tatsächlich für das Groß der Spieler auch von den Stats her spielbar sind. Das WSOP $111K, Bowl (v.a. wg. NoFee) u. evtl. 2-3 weitere Stationen im Kalender. Auch in den Nosebleeds sind einige klassische Gambler & Reg Casino-Player, wo einfach gerne gezockt wird. Merkt man auch an der Spielweise des ein oder anderen, z.B. Hunichan, wobei der in jüngerer Vergangenheit stark an seinem Play gearbeitet hat und auch Ergebnisse einfährt. Einige Leaks im GTO & Mindset sind trotzdem bei einigen auszumachen, wonach diese dann zu den klassischen Glücksrittern zählen.
    Interessant finde ich tatsächlich die Spielweise von Cary Katz, der als Hybrid von Pro & Amateur besonders das Shorty-Play sehr innovativ zelebriert und stabile, zuletzt sogar hervorragende Results erzielt hat.
    Danke für eure tolle Beleuchtung neuer Aspekte in der Fragestellung, LG 😉

    • Chris Hunichen ist aber BigHuni und einer der konstantesten Mtt-Spieler überhaupt online…live hat er glaube ich ne ziemlich kleine Sample, aber der wird grundlegend das Spiel wsl besser verstehen als du oder ich

  3. @Normal: Was schon stimmt, aber nicht heißt, dass er auch tatsächlich die SHR grinden sollte. Die Varianz gegenüber regulären Live-MTT-Massenevents (ca. 1K bis 10K) und online MTT’s nimmt vermutlich ab, dafür fressen die Felder bei den Super High Rollern aber auch die Edge auf. Und da kann man nicht nur über das Bankroll-Management den Aufstieg zu diesen Buy-Ins rechtfertigen.
    Aber das ist natürlich wieder eine Grundsatzdiskussion- wie viele Spieler, auch GTO‘s man schon hat broke gehen sehen. Und Huni hält sich wiederum schon lange auf der Ebene der Live-Majors.

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