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WSOP präsentiert die zehn 2019 Poker Hall of Fame Finalisten

Jedes Jahr wird die Poker Hall of Fame größer und auch dieses Jahr wird wieder gewählt, wer sich mit seinen Leistungen in der Pokerwelt die Aufnahme verdient hat. Die WSOP hat nun die zehn Kandidaten veröffentlicht, wobei nur Antonio Esfandiari neu nominiert wurde.

Am 15. Juli werden im Rahmen des WSOP Main Event Final Tables während der ESPN Übertragung die Neuaufnahmen präsentiert. Zehn Spieler sind aktuell nominiert und nun wird von einer Gruppe, bestehend aus 30 Mitgliedern der Poker Hall of Fame und 21 Komitee-Mitgliedern aus der Pokerindustrie, entschieden, wer in den exklusiven Club aufgenommen wird. Neun dieser zehn Kandidaten waren schon mindestens einmal nominiert, nur Antonio Esfandiari kam dieses Jahr neu zu den Nominierungen:

CHRIS BJORIN
DAVID CHIU
ELI ELEZRA
ANTONIO ESFANDIARI
CHRIS FERGUSON
TED FORREST
MIKE MATUSOW
CHRIS MONEYMAKER
DAVID OPPENHEIM
HUCKLEBERRY SEED

Letztes Jahr waren es John Hennigan und Mori Eskandani, die aufgenommen wurden. Wer es dieses Jahr schafft, wird eben im Rahmen des WSOP Main Event Final Tables bekanntgegeben. Die komplette Poker Hall of Fame und alle Kriterien gibt es hier nachzulesen: http://www.wsop.com/pokerhalloffame/

Die Kurz-Bio der 10 Kandidaten:

Chris Bjorin:
Der 71jährige Schwede lebt mittlerweile in London und hat mehr als $5.700.000 in seiner Turnierkarriere gewonnen. Zwei WSOP Armbänder hat er, außerdem kann er sechsstellige Cashes in 19 Kalenderjahren vorweisen. Er ist Zweiter in der schwedischen All-Time Money List.

David Chiu:
Chiu ist in China geboren und kam als Austauschstudent mit 18 in die USA. Der 58jährige hat fünf WSOP Bracelets im Limit Hold’em, Seven Card Stud und Omaha Eight or Better und kann auch 74 WSOP Cashes aufweisen. Sein letztes Bracelet holte er 2013, als er am starkbesetzten $2.500 Stud Finaltisch unter anderem Michael Mizrachi, Frank Kassela und Scott Seiver hinter sich ließ. In Erinnerung geblieben ist vielen auch sein Triumpf über Gus Hansen bei der 2008 WPT World Championship. Seit 1996 hat Chiu mehr als $8.000.000 an Turnierpreisgeldern gewonnen.

Eli Elezra:
58 Jahre ist Eli Elezra mittlerweile, der Israeli lebt in Las Vegas. Nach einer Armeeverletzung 1982 lernte er das Pokern, aber Eli kann auch eine illustre Vita vorweisen – inklusive Fische ausnehmen in Alaska und ein Express-Fotoentwicklungsshop in Las Vegas. In der Pokerszene kennt man Eli aber doch eher von den High Stakes Runden. Vier Bracelet, ein WPT Titel und mehr als $3.700.000 an Turnierpreisgeldern kann er in den letzten zwei Jahrzehnten vorweisen.

Antonio Esfandiari:
Seinen Nickname „The Magican“ hat er schon von seinen ersten Turniererfolgen an. Legendär war die Show „I bet you“ gemeinsam mit Phil Laak. Esfandiari konnte erst dieses Jahr nominiert werden, weil er erst 40 wurde. Geschichte schrieb er, als er das erste WSOP Big One for One Drop mit einem Buy-In von $1.000.000 gewann und mehr als $18.000.000 Preisgeld kassierte. Mit mehr als $27.000.000 Preisgeld ist er aktuell auf Rang 9 in der All-Time Money Liste, hat drei WSOP Bracelets und zwei WPT Titel.

Chris Ferguson:
Sicherlich die umstrittenste Nominierung. Aus spielerischer Sicht hat Ferguson aber auf jeden Fall einiges vorzuweisen – $9.000.000 an Turnierpreisgeldern, der Sieg beim WSOP Main Event 2000, 129 WSOP Cashes und damit Platz 2 hinter Phil Hellmuth.

Ted Forrest:
Der sechsfache WSOP Bracelet-Gewinner holte sein letztes Armband 2014, als er beim Razz Phil Hellmuth bezwang. Der New Yorker hat mehr als $6.300.000 an Preisgeldern gewonnen, sein erster WSOP Cash war der Sieg beim $5.000 Seven Card Stud 1993. Er holte in diesem Jahr zwei weitere Events und schaffte es so, in einem Jahr je ein Bracelet im Stud, Razz und Omaha 8 or better zu holen. Auch einen WPT Titel kann er vorweisen. Ebenso ist er einer der Cashgame Spieler, die in den legendären Andy Beal Heads-up Matches dabei waren.

Mike Matusow
Auf jeden Fall auch ein „Charakter“ in der Pokerwelt, nicht umsonst ist sein Nickname „The Mouth“. Der 51jährige hat vier WSOP Bracelets und mehr als $9.500.000 an Preisgeldern. Zwei Mal war er an einem WSOP Main Event Final Table (2001 und 2005).

Chris Moneymaker
Der Urvater des Pokerbooms, die Legende schlechthin. Als Chris Moneymaker sich 2003 für $39 online für das WSOP Main Event qualifizierte und zum Sieg durchmarschierte, wurde die Poekrwelt verändert. Zum ersten Mal wurden auf ESPN auch die Hole Cards gezeigt und die Welt konnte zusehen, wie ausgerechnet jemand mit dem Namen „Moneymaker“ den Titel holte. Der Rest ist Geschichte kann man dazu nur sagen. Mehr als $3.700.000 an Preisgeldern konnte Chris Moneymaker gewinnen und ist nach wie vor einer der bekanntesten Poker-Botschafter der Welt.

David Oppenheim
Oppenheim ist einer der am meisten gefürchteten Cashgame Spieler. Er hat aber auch einige Turniererfolge vorzuweisen, knapp $1.900.000 an Preisgeldern stehen zu Buche. Mehr als ein Vierteljahrhundert schon ist David Oppenheim an den Tischen zu finden, vor allem in den Mixed Games ist er einer der Besten.

Huck Seed
Vier Bracelets, mehr als $7.600.000 Preisgelder, ein Sieg bei der NBC Heads-up Championship, zwei Final Tables bei der $50k Poker Players Championship – die Liste der Erfolge von Huck Seed ist lang. Der 50jähreige ist immer an den Razz oder PLO Tischen zu finden. Auch seine Turniererfolge sind beeindruckend, immerhin kann er in 22 Jahren zumindest einen sechsstelligen Cash aufweisen.


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