News

Nacho Barbero entschuldigt sich öffentlich für ACR-Eklat

  • Vertragsende nach Skandal: ACR Poker trennt sich von Nacho Barbero wegen der Nutzung verbotener Software und kritischer Aussagen.
  • Öffentliche Entschuldigung: Barbero räumt Fehler ein, betont aber, nie betrogen zu haben und missverstanden worden zu sein.
  • Bleibt dem Poker treu: Trotz Krise erklärt Barbero seine Liebe zum Spiel und seine Bereitschaft zum offenen Dialog.

Nach tagelangem Schweigen hat sich Nacho Barbero erstmals öffentlich zu seiner Trennung von ACR Poker geäußert. 

Nacho Barbero im Porträt.
Nacho Barbero zeigt Reue.

 

Auslöser für den Skandal war ein Foto, das den Argentinier beim Spielen auf der Plattform zeigte – im Hintergrund geöffnet: das Analyse-Tool GTO Wizard, dessen Nutzung während laufender Partien strikt untersagt ist. Zusätzlich sorgte eine Aussage in einem Livestream für Aufsehen: Barbero stellte dort in einem Gespräch mit Isaac “Ike” Haxton infrage, ob ACR sich wirklich aktiv gegen Betrug einsetze. Die Konsequenz: Die Plattform beendete die Partnerschaft mit dem seit 2023 unter Vertrag stehenden Markenbotschafter.

Barbero räumt Fehler ein

In einem mehrteiligen Statement auf der Plattform X wandte sich Barbero nun an die Öffentlichkeit. Er entschuldigte sich ausdrücklich bei ACR Poker und erklärte, er habe seinen Status als Markenbotschafter nicht ernst genug genommen. „Ich habe vergessen, dass ich nicht nur mich selbst, sondern eine Marke vertrete“, schrieb der WSOP-Bracelet-Gewinner. 

Gleichzeitig betonte er, dass er nie absichtlich getäuscht habe: Die geöffnete Software sei Teil einer vorbereitenden Session mit „einigen Stables“ gewesen und versehentlich offen geblieben. Auch zu den Aussagen über die Sicherheit von ACR äußerte er sich: Er habe Haxtons Worte missverstanden und nie die Absicht gehabt, dem Unternehmen zu schaden.

„Ich liebe Poker – und bleibe dabei“

Trotz der belastenden Situation zeigte sich Barbero emotional und zugleich kämpferisch. Es sei schwer, als Beispiel für Betrug herangezogen zu werden, obwohl er sich selbst für das Gegenteil halte. „Ich bin wahrscheinlich einer der am weitesten davon entfernten Spieler“, so der 41-Jährige. 

Besonders im heutigen Online-Poker-Business, wo sich viele fragwürdige Dinge abspielten, sei es frustrierend, als Sündenbock zu gelten. Dennoch wolle er das Spiel nicht aufgeben. Poker bleibe seine Leidenschaft, und auch wenn die Trennung schmerze, hoffe er auf ein respektvolles Verhältnis zur ACR-Community.

Resonanz aus der Community

Barberos Entschuldigung wurde in der Poker-Community unterschiedlich aufgenommen. Während viele seinen offenen Umgang mit dem Vorfall lobten, blieben Zweifel hinsichtlich seiner Erklärungen bestehen. Vor allem seine Verteidigung, das Tool nur passiv offen gehabt zu haben, überzeugte nicht alle Beobachter. 

Gleichwohl sehen viele seine Reaktion als wichtigen Schritt, sich der Verantwortung als öffentliche Figur zu stellen. Barbero betonte abschließend, dass jeder, der Fragen habe oder mit ihm sprechen wolle, ihn jederzeit erreichen könne.


Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments