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Phil Ivey: darf der Poker-Pro die $10 Millionen behalten?

Der Edge Sorting-Fall rund um Phil Ivey geht in die nächste Runde. Der Poker-Pro steht erneut vor Gericht und hofft in dritter Instanz endlich Recht zu bekommen.

Phil Ivey
© Danny Maxwell

Die Rechtsvertreter der Marina District Development Co. LLC und Phil Ivey diskutierten erneut vor Gericht. Es geht um Baccarat-Gewinne in Höhe von $10,13 Millionen, die der Poker-Pro an das Casino zurückzahlen soll.

In den ersten Anhörungen gab es nicht viel Neues zu hören. Jonathan Massey, der die Mutterfirma das Borgata vertritt, pocht darauf, dass Ivey mit seinen Forderungen das Spiel veränderte und damit die Gewinne ungültig sind.

Iveys Anwalt Louis M. Barbone argumentierte dagegen, dass das ursprüngliche Urteil einen Fehler enthält. Richter Noel L. Hillman basiert den angeblichen Vertragsbruch darauf, dass Edge Storting die Wahrscheinlichkeiten des Spiels verändert. Durch Egde Storting verändert sich jedoch nicht die Verteilung der Karten, der Spieler kann lediglich bessere Wetten abschließen.

Wie lange beide Parteien noch vor Gericht stehen, ist unklar. Phil Ivey, der nicht bereit ist, das gewonnene Geld zurückzuzahlen, wird zweifelsohne bis vor den Obersten Gerichtshof ziehen. Ohnehin stellt sich die Frage, ob es Iveys Geld oder dies seiner Backer ist.

Seit über fünf Jahren tragen Phil Ivey und das Borgata Hotel Casino & Spa ihren Rechtsstreit aus. Grund hierfür sind vier sehr erfolgreiche Baccarat-Sessions im Jahr 2012. Dort räumten der Poker-Pro und Cheung Yin „Kelly“ Sun fast $9,63 Millionen ab.

Allerdings hatte das Duo kein Glück, sondern verschaffte sich durch Edge Sorting einen Vorteil. Dies war dann der Auslöser für eine Klage seitens des Casinos. Ivey und Sun scheiterten in erster Instanz sowie in der Revision.

Zwar wird dem Duo kein Betrug vorgeworfen, doch die Beiden stellten zahlreiche Forderungen an das Casino. So durften die Karten nur per Maschine gemischt werden und der Dealer musste die Karten in eine bestimmte Richtung drehen.

Dies erlaubte Kelly Sun aka The Queen of Edge Sorting, minimale Abweichungen im Druck zu erkennen. Da ein Kartenset auf einem großen Bogen gedruckt und danach ausgestanzt wird, können so geübte Spieler erkennen, ob die Karte niedrig oder hoch ist.

Genug, um aus dem Hausvorteil einen Vorteil für den Spieler zu machen. Die Methode ist keine Gewinngarantie und auch kein Betrug. Dennoch sind „Skilled Players“ wie Kelly Sun keine willkommenen Gäste.


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