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USA: Justizministerium fechtet Wire Act-Urteil an

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Der Streit um die Auslegung des Wire Acts geht in die nächste Runde. Das US Department of Justice (DOJ) meldete sich beim Berufungsgericht.

Auf dem US-amerikanischen Markt herrscht Aufbruchstimmung. Immer mehr Bundesstaaten planen, das Glücksspiel im Netz zu regulieren. Allerdings gibt es Gegenwind, denn das Justizministerium bremste mit der Neuauslegung des Wire Acts den Fortschritt deutlich ab.

Nachdem ein Lotteriebetreiber in New Hampshire gegen die eigenwillige Interpretation klagte und recht erhielt, leitete nun das DOJ den nächsten Schritt ein und meldete sich vor dem Appellationsgericht zu Wort.

Richter Paul Barbadoro, der Anfang Mai in New Hampshire das Urteil zugunsten des Lotteriebetreibers sprach, gab bereits an, dass der Fall erst vor dem Obersten Gerichtshof entschieden wird.

Grund hierfür ist Sheldon Adelson und die tiefen Taschen das Casinomoguls. Adelson befürchtet, dass Las Vegas Sands Corp. gegen die Konkurrenz verliert und setzt daher alles daran, um eine Regulierung von Online Glücksspiel zu stoppen.

Das US Department of Justice urteilte 2011 unter der Regierung Obamas, dass der Wire Act nur für Sportveranstaltungen gilt. Adelson investierte jedoch genug Lobbygelder, um das Office of Legal Counsel (OLC) davon zu überzeugen, diese Interpretation zu revidieren.

Das Gesetz aus dem Jahre 1961 war ursprünglich vorgesehen, um Buchmacher davon abzuhalten, Wetten per Telefon weiterzuleiten. Vereinfacht gesprochen verbietet es die elektronische Kommunikation zwischen Bundesstaaten.

Dass das Gesetz mehr als veraltet ist, steht außer Frage. Das globale Netz, welches Spielern erlaubt, per Smartphone ein Los zu kaufen gab es ebenso wenig, wie online Poker.

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