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Insolvenz bei Caesars Entertainment Operating eingeleitet

Caesars Entertainment Corp schiebt einen gewaltigen Schuldenberg vor sich her. Innerhalb eines Jahrs will man nun die Tochterfirma Caesars Entertainment Operating Co mittels Bankrott Verfahren umstrukturieren und so rund $10 Milliarden an Schulden loswerden.

Dieser Schritt wurde bereits Mitte November angekündigt. Doch bis zu Schluss war es unklar, ob die Gläubiger zustimmen. Caesars benötigte die Unterstützung von mindestens 60% der vorrangigen Gläubiger (Senior Creditors). Dieses Ziel wurde erst vergangenen Freitag erreicht, gleichzeitig versuchten einige der nachrangigen Gläubiger (Junior Creditors) per Klage das Verfahren zu stoppen.

Das Vorgehen von Caesars Entertainment wurde vielfach kritisiert. So nahm der Casinokonzern immer wieder neue Schulden auf, um laufende Zahlungen zu tilgen. Zudem erwirtschaftete man Quartalsverluste in Milliardenhöhe.

Gleichzeitig gründete man neue Firmen und veräußerte an diese die wertvollen Aktiva, um diese vor einer möglichen Insolvenz zu schützen. Der Finanz Poker ging nicht immer auf. Erst kürzlich gab man an, dass Caesars Entertainment und Caesars Acquisition Company (CAC) wieder zusammenlegen werden sollen.

Das Bankrott Verfahren betrifft nur Caesars Entertainment Operating Co (CEOC). Dieser Teil der Firma hält mit $18,4 Milliarden den größten Anteil der rund $25,5 Milliarden an Schulden. Caesars betreibt 40 Casinos in den USA und Kanada, wobei zu CEOC unter anderem der weltberühmte Caesars Palace gehört. Der Bankrott „nach Kapitel 11“ erlaubt der Firma das Tagesgeschäft aufrechtzuerhalten, so dass es vorerst keine Veränderungen gibt.

Geplant ist es innerhalb dieses Kalenderjahres die Schulden bei CEOC auf $8,6 Milliarden zu senken. Die beteiligten Gläubiger erhalten Cash, Anteile an der Firma sowie neue Schulden. Ob man damit das Steuer noch herumreißen kann, wird sich zeigen müssen.


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