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Kanada – David Baazov verpasst AMF-Anhörung

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Der Fall rund um den angeblichen Insiderhandel von David Baazov uns seinem Freundeskreis scheint weiterhin keine belastenden Beweise an den Tag zu bringen. Bei der jüngsten Anhörung der Autorité des Marchés Financiers (AMF) in Quebec war der ehemalige CEO von Amaya nicht einmal anwesend.

AmayaVor zwei Jahren wurde David Baazov von Forbes als Online Poker-König betitelt. Lange sollte der Kanadier jedoch nicht auf dem Thron sitzen, denn nur einige Wochen später leitete die Börsenaufsichtsbehörde in Quebec eine Ermittlung ein und durchsuchte die Büroräume von Amaya.

Im September dieses Jahres gab es die erste Anhörung. An zwei Tagen wurden David Baazov sowie weiteren elf Personen zu diversen Deals befragt. Wie wir im Vorfeld berichteten, so wirft die AMF Baazov und seinen Freunden vor, professionell mit Insiderinformationen gehandelt zu haben.

Bisher gibt es jedoch keine Beweise und genau dies wurde gestern von Baazovs Rechtsbeistand bemängelt. Sophie Melchers gab an, dass die AMF besten Falls Hinweise hätte und das alle beteiligten Personen aufgrund von Gerüchten Aktien kauften, so dass keine Rede von Insiderhandel sein kann.

Philippe Levasseur, Anwalt der AMF, wandte dagegen ein, dass es kein Zufall sein kann, dass Baazovs Bruder und dessen Freunde genau dann einen großen Profit machten, wenn Amaya oder eine andere Firma über die David Baazov bescheid wusste, einen wichtigen Vertrag an Land zog.

Zudem gibt es eine eMail, in der David Baazov seinen Bruder Josh um „Unterstützung“ bittet. Die eMail wurde kurz vor dem Aufkauf von Cryptologic gesendet, wobei damals Josh Baazov nur ein Berater für Amaya war.

Die AMF kreidet David Baazov an, dass diese eMail als Verstoß gegen die Richtlinien gewertet werden kann. Baazov selbst gibt sich weiterhin siegessicher, so war der vermeintliche Drahtzieher gestern nicht einmal bei der Verhandlung anwesend. Heute setzten sich beide Parteien erneut an den Tisch.

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