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Amaya – gefährdet Kentucky den William Hill Deal?

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Eine Fusion zwischen Online Poker-Gigant Amaya und William Hill bringt beiden Parteien viele Vorteile. Analysten des Sportwettenanbieters kritisieren jedoch die Schulden bei Amaya und die potenzielle $870 Millionen Schadenszahlung im US-Bundesstaat Kentucky.

william-hill_logo_monoBereits Anfang des Jahres gab es Gerüchte, dass William Hill an Amaya interessiert sei. Nachdem Reuters vergangenen Freitag einen auf Insiderinformationen basierenden Artikel veröffentlichte, meldeten sich beide Firmen mit einem gemeinsamen Presseschreiben und bestätigten Verhandlungen.

Ebenfalls mit am Verhandlungstisch sitzen soll GVC Holdings PLC, die Anfang des Jahres bwin.party Digital Entertainment übernahmen. Allerdings gibt es seit dem Reuters-Artikel keinerlei Stellungnahme seitens GVC, so dass man davon ausgehen darf, dass die Gespräche bisher nicht wirklich spruchreif sind.

AmayaViel besser scheint es da bei William Hill auszusehen. Wie wir berichteten ergänzen sich beide Firmen hervorragend. Der gemeinsame Marktwert würde bei rund €6,6 Milliarden liegen, was weltweit Platz 2 hinter Bet365 Group Ltd bedeuten würde.

Hinzu kommt, dass William Hill sehr aktiv in den USA ist und Amaya beziehungsweise PokerStars bessere Chancen hätte in Nevada Fuß zu fassen. Bedenken um Bad Actors-Klauseln in Kalifornien waren vermutlich ebenso vom Tisch.

Allerdings ist der Deal noch lange nicht in trockenen Tüchern. Analysten sehen einige Probleme bei Amaya. Zum einen haben die Kanadier noch umgerechnet €1,95 Milliarden an Schulden. Eine Summe, die selbst in Zusammenarbeit mit William Hill schwer zu stemmen ist.

Viel bedenklicher ist allerdings der Rechtsstreit mit dem Commonwealth of Kentucky. Seit über acht Jahren fordert der US-Bundesstaat Schadenszahlungen vom PokerStars. Vor rund einem Jahr gab es dann ein Urteil und Kentucky verlangt nicht weniger als $870 Millionen. Amaya hat sich bei Familie Scheinberg gemeldet, doch die ehemaligen Besitzer weigerten sich, diese ‚Altlast‘ aus eigener Tasche zu begleichen.

3 KOMMENTARE

  1. Und wer immer noch glaubt, Amaya bzw. PS zockt die „Freizeitspieler“ nicht mit Bots, Open Card Play etc. ab, lebt def hinterm Mond. Nehmt eure Paysafes hervor liebe Leute, $870 Mio. benötigen noch einige PR-Märchen à la Sommerville, „Freerolls“ und Sunday Mil. Qualifierts. Leeeeet’s go.

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