WSOP Events weltmeister

Pleitechaos bei Caesars – wird die WSOP verkauft?

Das Finanzchaos bei Caesars Entertainment scheint nun schwere Folgen zu haben. Das jüngste Urteil rund um das Insolvenzverfahren könnte dafür sorgen, dass sich das Unternehmen von der World Series of Poker (WSOP) und anderen wertvollen Aktiva verabschieden muss.

Seit Jahren versucht man bei Caesars Entertainment einen risikoreichen Finanz-Poker. Der Casinokonzern schiebt einen gigantischen Schuldenberg von über $20 Milliarden vor sich her.

Durch Notverkäufe hat man versucht sich über Wasser zu halten, doch allen war klar, dass eine Insolvenz nicht zu vermeiden ist. Aus diesem Grund hat man innerhalb der Firma die Aktiva herum geschoben.

Ganz nach dem Motto „die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen“ wollte man so die wertvollen Aktiva, wie beispielsweise das Linq Hotel & Casino, die Online Poker-Plattform oder die World Series of Poker, vor einer Insolvenz schützen.

Im Januar wurde dann bei Caesars Entertainment Operating Company (CEOC), einer Tochterfirma und der operative Arm des Konzerns, die mit $18 Milliarden den Hauptteil der Schulden hält, ein Insolvenzverfahren nach Chapter 11 eingeleitet.

Der Ärger ließ jedoch nicht lange auf sich warten und einige der Gläubiger legten Klage ein. Grund hier für ist, dass durch das Insolvenzverfahren vorrangigen Gläubigern (Senior Creditors) mehr als 90 Cent pro Dollar, nachrangigen Gläubigern (Junior Creditors) jedoch nur 10 Cent pro Dollar bekommen würden.

Die nachrangigen Gläubiger bekamen recht, dass sie unfair behandelt werden und verbuchten einen weiteren Erfolg vor Gericht, als genaue Überprüfung der fragwürdigen Transaktionen bei Caesars genehmigt wurde.

Caesars Entertainment versuchte den Kopf aus der Schlinge zu ziehen und vier Klagen auf die Wartebank zu schieben, bis das Insolvenzverfahren bei CEOC beendet ist. Dies wurde nun von der zuständigen Richterin abgelehnt, so dass Caesars neuer Ärger ins Haus steht.

Damit könnte Caesars Entertainment gezwungen werden seiner Tochterfirma in die Insolvenz zu folgen. Dies hätte zur Folge, dass sich das Unternehmen von seinen wertvollsten Anlagen trennen müsste.


0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments