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WSOP 2019 Main Event: $12 Millionen an Steuern

Im $10.000 Main Event der World Series of Poker 2019 wurden mehr als $30 Millionen am Final Table ausgespielt. Fast $12 Millionen gehen davon an Steuerbehörden.

WSOP TV Final Table
© Joe Giron

Gestern endete die WSOP 2019. Vier Bracelets gab es am Finaltag, zweifelsohne war die Entscheidung im Main Event das große Highlight. Hossein Ensan aus Deutschland schnappte sich die Siegprämie in Höhe von $10 Millionen und das Bracelet.

Wie jedes Jahr meldete sich Russ Fox von Clayton Financial and Tax of Las Vegas zu Wort. Der Steuerexperte aus Sin City nahm sich die Main Event-Payouts vor und rechnete nach, was die Finalisten rausbekommen. Nicht berücksichtigt sind Staking-Vereinbarungen.

Den größten Batzen muss Hossein Ensan abtreten. Fox schätzt, dass der Poker-Weltmeister von 2019 mehr als $4,6 Millionen zahlen wird. Immerhin gibt es ein Abkommen zwischen Deutschland und den USA, so dass keine Steuern an die IRS fällig sind. Der Argentinier Damian Salas (Main Event 2017) musste beispielsweise aufgrund eines fehlenden Abkommens vor Ort Steuern zahlen.

Dario Sammartino wird ebenfalls tief in die Tasche greifen. Laut Russ Fox wird der Runner-Up fast 43% abtreten und sich mit $3,43 Millionen begnügen müssen. Ensan und Sammartino geben damit zusammen mehr als $6 Millionen ab.

Den höchsten Steuersatz gibt es für Milos Skrbtic. Der Serbe belegte Rang 9 für $1.000.000, wird jedoch rund $474.000 abtreten müssen. Nick Marchington ist der Einzige am Tisch, der sich über seinen kompletten Gewinn freuen darf.

Event #73: $10,000 No-Limit Hold’em MAIN EVENT – World Championship

Buy-in: $10.000
Entries: 8.569
Preisgeld: $80.548.600
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Berichte: Tag 1A (Chip Counts 1A) – Tag 1B (Chip Counts 1B) – Tag 1C (Chip Counts 1C) – Tag 2AB (Chip Counts 2AB) – Tag 2C (Chip Counts 2C) – Tag 3 (Chip Counts 3) – Tag 4 (Chip Counts 4) – Tag 5Tag 6Tag 7
Final Table: ProfileTag 8Tag 9Tag 10

World Series of Poker Links:

—> WSOP 2019 – Infos, Daten & Fakten
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—> Poker in Las Vegas (Sommer 2019 Schedule)
Weitere Informationen gibt es auf: WSOP.com

Main Event Final Table Steuern:

Platz Spieler Preisgeld Steuern* Gewinn
1 Hossein Ensan $10.000.000 $4.606.469 46,1% $5.393.531
2 Dario Sammartino $6.000.000 $2.572.350 42,9% $3.427.650
3 Alex Livingston $4.000.000 $1.200.000 30,0% $2.800.000
4 Garry Gates $3.000.000 $1.050.813 35,0% $1.949.187
7 Nick Marchington $1.525.000 $1.525.000
5 Kevin Maahs $2.200.000 $870.729 39,6% $1.329.271
6 Zhen Cai $1.850.000 $706.679 38,2% $1.143.321
8 Timothy Su $1.250.000 $491.150 39,3% $758.850
9 Milos Skrbtic $1.000.000 $474.463 47,4% $525.537
Summe $30.825.000 $11.972.653 38,8% $18.852.347

*geschätzt, zudem sind Staking-Abkommen nicht berücksichtigt


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alex
3 Jahre zuvor

würde Ensan in Österreich wohnen, wär er doch auch steuerfrei…. oder habe ich da eine falsche Information?

Robin
3 Jahre zuvor
Reply to  alex

10% Steuern in Österreich

Elias
3 Jahre zuvor

Ich lach mich kaputt, dann macht es absolut keinen Sinn 10K hinzublättern wenn man diese nicht komplett absetzen kann, wenn man bustet um dann 50% vom Gewinn abgeben zu müssen. Da läuft ja wohl einiges schief. Eddy Scharf zum Beispiel hat noch keinen einzigen Cent an das Finanzamt gezahlt! Es steht noch aus!

Rockhound747
3 Jahre zuvor

Das ist Schwachsinn Russ Fox da behauptet.
Es kommen viele Optionen in frage, ob und wieviel er überhaupt bezahlen muss.
Der wichtigste Punkt dabei sind seine Einkünfte außerhalb von Poker.
Wenn er da keinen Fehler macht, dann kann er sogar komplett steuerfrei bleiben.
Zu behaupten, dass man in Deutschland grundsätzlich 46% an Steuern bei WSOP Cashs in Vegas abdrücken muss, hat nicht sehr viel mit der Realität zu tun.

Bernd
3 Jahre zuvor
Reply to  Rockhound747

Natürlich muss er bezahlen, weil er schon selber nach dem Gewinn des 3. Platzes in Barcelona EPT zum Finanzamt gegangen ist und all seine Pokergewinne versteuert hat.
Hinzu kommt auch noch das die spanische Finanzbehörde auch noch Steuern haben will.

Stefan
3 Jahre zuvor
Reply to  Rockhound747

sehe ich auch so. Wenn er alles richtig macht, muss er gar nichts zahlen. Ich habe letzten tatsächlich mal einen Termin bei einem Finanzamt gehabt, wo der Herr mir das noch einmal (in Bezug auf mich) versichert hat. Auch wenn es da natürlich um ein ganz kleines bisschen weniger als 10.000.000$ ging.

Ben
3 Jahre zuvor
Reply to  Stefan

Stefan, könntest du darauf etwas genauer eingehen, was dir gesagt wurde? Gerne auch privat.

omg
3 Jahre zuvor
Reply to  Stefan

@stefan

Mich würde das auch interessieren.

am
3 Jahre zuvor

Es gewinnt ein Deutscher 10 Mio. und in allen Kommentarspalten: …ja toll aber was zahlt er an Steuern.
Das ist echt so typisch deutsch das zuerst darüber diskutiert wird.
Und bevor hier Trump-eske Aussagen kommen, bin selber deutsch und muss nirgends hin.

CM
3 Jahre zuvor

Mal ne bescheidene Frage: Wenn man das ME mincasht für 15k, bekommt man dann Abzüglich Steuern ca. 8k und ist damit 2k im Minus?!?!
Kenny Hallaert musste z.B. nichts abtreten, weil er nen Fulltime Job angeben kann. Gilt das auch in Deutschland?

Ben
3 Jahre zuvor
Reply to  CM

Natürlich nicht. sofern Steuern berechnet werden, sind Buy-ins und Reisekosten natürlich abzuziehen

michael
3 Jahre zuvor

Interessant wäre zu erfahren wie viel die Spieler für die Werbung bekommen haben. Hat mich überrascht das nicht alle Spieler am Final Tisch Werbung machen konnten. Als Pokerstars in den USA tätig sein durfte hat Pokerstars für die Spieler die bei Pokerstars das Ticket gekauft haben für Erreichen des Final Tisch 100000 $ bezahlt und für den Sieger 1 Million. Alle die glück hatten an den TV Tisch zu kommen bekamen für die Zeit am Tisch Geld. Mussten aber immer die Pokerstars Werbung tragen.

xyungelöst
3 Jahre zuvor

46% sind schon richtig, da bei Hossein die Steuerbehörden NICHT von Glücksspiel ausgehen(sonst wäre es Steuerfrei) da er Pro ist 😉

Verstehe das wer will, aber ISSO!

Trotzdem GG

Mandrake
3 Jahre zuvor
Reply to  xyungelöst

eigentlich sind es knapp 47,4%, aber wer nimmt das schon so genau bei der Summe.
Und für die Honks da draußen, natürlich kann das buyin von 10K angesetzt werden, sofern nicht gesponsort

HansiKraus
3 Jahre zuvor

Die wurden von mir keinem Cent bekommen, siehe Pius heinz.was soll’s, dann melde ich mich halt in Malta, Gibraltar oder England…wohnen könnte ich in dennoch hier zum grossen Teil….das hat auch nichts mit hinterziehen zu tuen.wie ein Vorredner schon erwähnt hat, ich zahle 10k buyin um einen Gewinn zu 45% zu versteuern.LOL. Alle Register ziehen!

Harry
3 Jahre zuvor
Reply to  HansiKraus

Genau so ist richtig !! Große Firmen wie Facebook etc . Zahlen keine Steuern in Deutschland und suchen Wege es zu umgehen , warum sollte es dann Hussein nicht auch machen ??? Wäre ja dumm , Schumacher und co haben es vorgelebt , und kommt mir nicht das es sich so gehoert … bullshit …..!!!!

Mandrake
3 Jahre zuvor
Reply to  HansiKraus

Wenn du einen Wohnsitz in D hast, bist du dran, trotz Meldung in Malta.
Es reicht auch schon der gewöhnliche Aufenthalt von mehr als 6 Monaten.

Ihren gewöhnlichen Aufenthalt im steuerrechtlichen Sinne von § 9 der Abgabenordnung hat eine Person dort, wo sie sich unter Umständen aufhält, die erkennen lassen, dass sie an diesem Ort oder in diesem Gebiet nicht nur vorübergehend verweilt, wo sie also ihren Lebensmittelpunkt hat.

Und § 8 der AO sagt: Einen Wohnsitz hat jemand dort, wo er eine Wohnung unter Umständen innehat, die darauf schließen lassen, dass er die Wohnung beibehalten und benutzen wird.
Wohnsitze kann man mehrere haben, einer in D reicht für die Steuer aus.
Gewöhnliche Aufenthalte kann man nur einen haben, außer beim Beamen von der Enterprise ging etwas schief.

3 Jahre zuvor

Vielleicht sollte man die Seite von pokerfirma zu Steuerfirma umbenennen 🙂 Beim Thema Steuer melden sich ja hier mehr Leute zu Wort als zum Thema Poker. Hossein und den anderen 8000 plus und überhaupt allen Wsop Teilnehmern sollte doch klar sein beim Gewinn Steuern abzugeben sind. Das ist nichts Neues. Verstehe die ganze Auftegung nicht. Hossein du warst der Hammer ?!!

Alfred
3 Jahre zuvor

Ensan wird das meiste abdrücken müssen, das stimmt leider schon. Wenn mein einfältiger Nachbar das Turnier gewonnen hätte, der zufällig dort im Urlaub war, müsste er 0 € abdrücken. Das ist schon sehr eindeutig geregelt. Wenn man keine Steuern bezahlen will, dann darf man sich den PRO-Stempel nicht aufdrücken lassen. Grundsätzlich gilt: Nicht die Öffentlichkeit suchen und auf die Kacke hauen, wie toll man spielen kann ( trifft auf die Masse eh nicht zu ).

Álgebra
3 Jahre zuvor

Darío ist in Österreich gemeldet, hätte somit mehr Geld Netto als 2. platzierter, wie Hossein.
Trotzdem verstehe ich die Rechnung nicht, bei 46% Steuern und min Cash + Kosten… bleiben dann von 10k CA. 6 K über…sehe ich das richtig? Also man bezahlt 1k fürs Ticket, 1,5 K für den Aufenthalt+ Spass und erhält 5,600 USD zurück….na dann

STEUERPROFI
3 Jahre zuvor

Warum checken das hier die meisten einfach nicht….
Ist doch in Deutschland steuerliche ganz klar geregelt, und hat mir mein Steuerberater bestätigt:

Profis bezahlen Steuern ( abzgl. BuyIns u. Kosten ) weil sie Pokern hauptberuflich und gewerblich betreiben Freizeitspieler bezahlen KEINE Steuern wenn Sie regelmäßig eine andere Haupteinkommensquelle vorweisen können und nur ab und zu im Hendon Mob auftauchen ( Ist es einmal ein größer Gewinn .. auch kein Problem aber ab dann sind sie unter Beobachtung….. )

Also der Status entscheidet !

Profis zahlen in D Steuern auf Pokergewinne
Freizeitspieler zahlen NICHTS …..

Gewinnt also ein Freizeitspieler den z.b. den ME und wird DANACH Profi
zahlt er AB DANN Steuern, sein ME Gewinn bleibt steuerfrei !

michael
3 Jahre zuvor

Hossein Ensan könnte bis ende Jahr viele Teure Turniere Spielen. Wen er Verluste macht kann er diese an den Steuern abziehen. Es würde Ihm auf Jedes Turnier das er spielt einen Rabatt von 46 % geben. Ein Profispieler kann oder muss alle Einnahmen und Ausgaben pro Jahr angeben wie eine Firma. Hossein Ensan würde wohl zuletzt noch mehr gewinn machen. Das wäre dann auch gut.