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PokerStars: EPT Rückblick – Season 5

Season 5 der PokerStars European Poker Tour (EPT) war die erste Saison, die zum Mythos EPT beitrug. Auf elf Stopps war die Tour mittlerweile angewachsen, Deauville feierte ein Comeback und Budapest die Premiere. Gleich drei Titel gingen in dieser Saison an Deutschland.

In dieser Saison wurden die Buy-Ins wieder gesenkt, nur in Barcelona blieb man noch bei € 8.250. Hier war es dann gleich Sebastian Ruthenberg, der sich im Juni gerade sein erstes WSOP Bracelet geholt hatte, der den Titel für Deutschland sicherte. Der Final Table war prominent besetzt, Davidi Kitai und Jason Mercier waren ebenso unter seinen Gegnern wie Runner-up Fintan Gavin, den viele nun als Kommentator der King’s Livestreams kennen. Ein zweiter Deutscher, Dren Ukella, hatte es ebenfalls an den Final Table geschafft, musste sich aber mit Rang 5 begnügen.

Die Premiere der EPT in Ungarn war ein großer Erfolg, 532 Teilnehmer kamen zum € 4.350 Main Event. Für Ivo Donev sollte es mit Rang 9 seine beste EPT Platzierung geben. Fast einen deutschen Sieg hätte es bei der EPT Warschau gegeben, allerdings musste sich Nico Behling im Heads-up Joao Barbosa geschlagen geben.

Bei der EPT Prag gab es in dieser Saison einen italienischen Doppelerfolg, Salvatore Bonavena setzte sich im 570 Teilnehmer starken Feld durch. Sebastian Ruthenberg hatte es wieder an den Final Table geschafft, musste sich dieses Mal aber mit Rang 9 begnügen. Für die beste deutsche Platzierung sorgte Nasr El Nasr, der Rang 7 erobern konnte.

Die PCA übertraf im Januar 2009 alle Erwartungen, gleich 1.347 Teilnehmer wurden verzeichnet. Benny Spindler holte Rang 3 für $1.100.00, der Sieg ging an den Kanadier Poorya Nazari. Ebenfalls im Januar 2009 feierte die EPT Deauville an der französischen Atlantikküste ihr Comeback. Moritz Kranich konnte den Sieg für € 851.400 holen und damit schon den zweiten deutschen Titel in Season 5.

Bei der EPT Kopenhagen holte der bis zu diesem Zeitpunkt noch unbekannte Spieler Jens Kyllönen den Sieg. Noch heute zählt „Jeans89“ neben Juha Helppi, Ilari Sahamies, Kimmo Kurko ud Patrik Antonius zu den besten finnischen Spielern.

Die EPT Dortmund im März 2009 hatte mit € 5.250 wieder ein günstigeres Buy-In, gleich 667 Spieler kamen und es sollte ein glorreiches Event sein. Fünf Deutsche waren unter den letzten neun Spielern, nach dem Ausscheiden von Johan Storakers auf Rang 4 stand bereits ein deutscher Triumph fest. Der Drittplatzierte Marc Gork ist seitdem fester Bestandteil der Pokerwelt, während Runner-up Holger Kanisch schon lange nicht mehr gesehen wurde. Auch mit Poker nicht mehr wirklich was zu tun hat die Sieger Sandra Naujoks. Nach ihrem Europameistertitel im Oktober 2008 war es nun der der zweite große Sieg für sie und es sollte der endgültige internationale Durchbruch werden. Als Teil des PokerStars Teams war sie lange Zeit das Aushängeschild der deutschsprachigen Pokerwelt und tourte um den Globus. Wie auch Katja Thater haben es ihr die Pferde aber mehr angetan als das Pokern und so lebt sie mittlerweile seit Jahren schon in Portugal und ist kaum mehr am Pokertisch zu sehen.

Für Aufregung sorgte der Sieger der EPT San Remo. Constant Rijkenberg spielte sich – nennen wir es sehr kreativ – zum Sieg. Wie sich später herausstellen sollte, hatte er mehr als 100 % an sich verkauft und wollte eigentlich vermeiden ins Geld zu kommen. Das ging schief, € 1.508.000 kassierte er für den Sieg und es dauerte ein wenig, bis er alles bereinigt hatte. Mittlerweile sieht man auch ihn nicht mehr am Pokertisch – ganz anders als Dragan Galic, der mit Rang 5 hier für sein bestes EPT Ergebnis sorgte.

Erneut gab es ein grandioses Finale einer grandiosen Saison, Pieter de Korver setzte sich im 935 Teilnehmer starken Feld beim EPT Grand Final in Monte Carlo durch und sicherte sich € 2.300.000 Preisgeld. Alem Shah und Daniel Zink waren die deutschsprachigen Vertreter am Final Table, mussten sich aber mit den Rängen 6 und 7 begnügen.

Pokerfirma ging Ende September 2008 an den Start, damit war es die erste EPT Saison, die wir (fast) komplett covern konnten. Wir waren auch live in Dortmund mit dabei, als Sandra Naujoks EPT Geschichte schrieb.

Datum Event Buy-In Preispool Teilnehmer Sieger Preisgeld
10. Sep 08 EPT Barcelona Open  8.250 € 4.952.000 € 619 Sebastian Ruthenberg  1.361.000 €
01. Okt 08 EPT London  £5.200 £3.349.000 596 Michael Martin  £1.000.000
28. Okt 08 EPT Hungarian Open  4.350 € 2.128.000 € 532 William Fry  745.667 €
15. Nov 08 EPT Warsaw  5.400 € 1.172.975 € 217 João Barbosa  367.140 €
09. Dez 08 EPT Prague  5.250 € 2.764.500 € 570 Salvatore Bonavena  774.000 €
05. Jan 09 PokerStars Caribbean Adventure  $10.000 $1.347.000 1347 Poorya Nazari  $3.000.000
20. Jan 09 EPT Deauville  5.300 € 3.096.000 € 645 Moritz Kranich  1.128.983 €
17. Feb 09 EPT Scandinavian Open  52.250 DKK 22.176.000 DKK 462 Jens Kyllönen  6.542.208 DKK
10. Mrz 09 EPT Dortmund  5.250 € 3.335.000 € 667 Sandra Naujoks  917.000 €
18. Apr 09 EPT Sanremo  5.250 € 5.713.300 € 1178 Constant Rijkenberg  1.508.000 €
28. Apr 09 EPT Grand Final  10.600 € 9.350.000 € 935 Pieter de Korver  2.300.000 €

 

Siehe auch:
Season 1
Season 2
Season 3
Season 4
Season 5
Season 6
Season 7
Season 8
Season 9
Season 10
Season 11
Season 12
PokerStars Championship
Season 2018
Season 2019

 


6 Comments
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Seti
3 Monate zuvor

Euer EPT Rückblick ist eine tolle, gelungene Serie.

Danke dafür!

pellepelle
3 Monate zuvor
Reply to  Seti

Finde ich auch…
Was haltet ihr von einer Rubrik „Was macht XY eigentlich heute?“
Habt ihr noch Kontakt zu „alten“ Spielern?
Würde ich sehr spannend finden 🙂
Vorschlag für die 1. Person: Martin Hanowski

pellepelle
3 Monate zuvor

Wer ist „ihr“?
Sie schreiben so, als wenn das Thema bereits 15 Mal angesprochen und abgelehnt worden wäre.
Entschuldigung, dass man sich äußert, wenn man eine vielleicht gute Idee äußern möchte. Der Ton macht immer die Musik.