Weniger ist mehr wurde in Season 9 der PokerStars European Poker Tour (EPT) zum Erfolgrsrezept. Es gab weniger Stopps, aber die wurden zu richtigen Festivals und so startete die EPT endgültig ihren Siegeszug.
Nur noch acht Stopps sollte es in Season 9 geben, natürlich auch in Berlin. In dieser Saison baute man die einzelnen Stopps mit mehr Events zu rund 10tägigen Festivals auf. Wenn es passte, wurde mit der jeweiligen nationalen Tour kombieniert, wie in Barcelona mit der Estrellas oder in Prag mit der Eureka. Weniger Standorte, dafür aber mit einem umfassenden Programm und Poker für alle Buy-In Klassen, das sollte für die kommenden Jahre das Motto werden. Und es war dieses Konzept, das die EPT unter der Leitung von Edgar Stuchly zur besten Tour machte.
Gestartet wurde in Barcelona und hier wurde erstmals die 1.000 Spieler Grenze durchbrochen. Die Durststrecke der deutschsprachigen Spieler ging weiter, Ole Schemion konnte als bester DACH Spieler Rang 9 erobern. Am Final Table nahmen unter anderem zwei bekannte Finnen Platz – der jetzige partypoker Pro Joni Jouhkimainen (3.) und Legende Ilari „Ziigmund“ Sahamies, der sich im Heads-up Mikalai Pobal geschlagen geben musste. Zu diesem Zeitpunkt wusste natürlich noch niemand, dass Mikalai im Dezember 2019 seinen zweiten EPT Titel (Prag) holen würde.
Sanremo behielt seinen Herbsttermin, die Teilnehmerzahl blieb mit 797 gut – aber eben nicht, was es schon war. Während die Franzosen über einen weiteren EPT Sieger (Ludovic Lacay) jubeln konnten, sorgte Ismail Bojang mit Rang 8 für das beste DACH Ergebnis.
Nach dem Triumph von Martin Finger bei der EPT Prag im Vorjahr waren die Hoffnungen der DACHs groß, dass es in der tschechischen Hauptstadt wieder Grund zum Jublen gab. Doch das Main Event wurde zum deutschsprachigen Desaster (bester Deutscher wurde Martin Mulsow mit Rang 27), dafür holten Martin Finger Finger (€ 2k NLH – € 33.600) und Marvin Rettenmaier (€ 10k High Roller – € 365.300) zumindest bei den Side Events Trophäen.
Wie gewohnt ging es dann zur PCA auf die Bahamas und hier machte sich langsam aber sicher der Black Friday – der eigentlich schon 2011 war – bemerkbar. Es gab weniger Amerikaner, weil die Möglichkeit zur Online-Qualifikation fehlte und auch für die Europäer verlor der Stopp an Reiz. Bei einem 10k Buy-In Main Event waren 987 Teilnehmer noch immer sensationell, aber trotzdem ein Drittel weniger als es schon mal war. Eines blieb aber gleich – die Deutschsprachigen konnten nicht um den Sieg mitreden.
Zurück in Europa konnte man sich wieder über 782 Teilnehmer bei der EPT Deauville freuen, die deutschsprachige Ausbeute nach wie vor mager. Mehr als ein Jahr war es nun schon her, dass es einen deutschen Sieg gegeben hatte. Auch in London, wo Ruben Visser seinen Titel holte, sollte sich das nicht ändern.


| Datum | Event | Buy-In | Preispool | Teilnehmer | Sieger | Preisgeld |
| 29. Aug 12 | EPT Barcelona | 5.300 € | 5.247.700 € | 1082 | Mikalaj Pobal | 1.007.550 € |
| 05. Okt 12 | EPT Sanremo | 5.300 € | 3.865.449 € | 797 | Ludovic Lacay | 744.910 € |
| 09. Dez 12 | EPT Prague | 5.300 € | 4.190.400 € | 864 | Ramzi Jelassi | 835.000 € |
| 07. Jan 13 | PokerStars Caribbean Adventure | $103.000 | $9.573.900 | 987 | Dimitar Danchev | $1.859.000 |
| 03. Feb 13 | EPT Deauville | 5.300 € | 3.753.600 € | 782 | Remi Castaignon | 770.000 € |
| 10. Mrz 13 | EPT London | £5.250 | £3.137.950 | 647 | Ruben Visser | £595.000 |
| 21. Apr 13 | EPT Berlin | 5.300 € | 4.423.200 € | 912 | Daniel Pidun | 880.000 € |
| 06. Mai 13 | EPT Monte Carlo Grand Final | 10.600 € | 5.310.000 € | 531 | Steve O’Dwyer | 1.224.000 € |
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