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PokerStars: EPT Rückblick – Season 10

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Zehn Jahre war die PokerStars European Poker Tour (EPT) nun bereits und es sollte eine sehr erfolgreiche Jubiläumssaison werden. Die EPT Berlin gab es nicht mehr, dafür wurde die einzigartige und von vielen „als beste EPT aller Zeiten“ empfundene EPT Wien in der Hofburg gefeiert.

Das Konzept die nationalen Touren (Estrellas/UKIPT/Eureka/FPS/IPT) mit der EPT zu kombinieren hatte sich manifestiert und war zum Erfolgsrezept geworden. Rund acht Tage dauerte ein solches Festival, acht davon sollte es in Season 10 geben.

Den Auftakt gab es wieder in Barcelona, wo mit 1.234 Spielern erneut ein Teilnehmerrekord beim 5k Main Event aufgestellt werden konnte. Während die deutschsprachige Ausbeute hier wieder recht überschaubar war, gab es bei vielen anderen Events Grund zum Jubeln. So sicherte sich Sönke Jahn den Sieg beim 1k Estrellas Main Event (Platz 3 für Ali Samian), viele weitere Side Events hatten deutschsprachige Sieger.

Ähnlich sah die Lage in London aus, auch hier waren die DACHs beim Main Event nicht wirklich erfolgreich. Dafür sicherte sich unter anderem Martin Finger das 50k High Roller Event. In Prag gab es dann aber endlich wieder einen deutschen Triumph. Julian Track holte den Sieg, Ole Schemion landete auf Rang 5. Erstmals war in Prag die 1.000 Spielermarke geknackt worden und auch beim 1k Eureka Main Event waren es 1.315 Starter. Dimitri Holdeew holte hier den Sieg für Österreich.

Zum Jahresbeginn stand wieder die PCA auf dem Programm. Nach Jahren der Rückläufigkeit konnte auch hier wieder ein Plus bei den Teilnehmerzahlen verzeichnet werden und erneut die 1.000er Marke geknackt werden. Die DACHs hatten nichts zu melden, den Sieg holte sich ein Youngster aus Polen – Dominik Pancka, der sich im Heads-up gegen Mike McDonald behaupten konnte.

In Deauville sollte es den ersten griechischen EPT Sieger geben, Sotirios Koutoupas konnte sich gegen Eugene Katchalov durchsetzen und so den Titel holen. Erstmals waren die Spielerzahlen an der Atlantikküste aber rückläufig, die meisten DACHs verzichteten gerne auf die mühsame Anreise.

Und dann war da die historische EPT Wien. Rechtliche Bestimmungen hatten dafür gesorgt, dass die EPT nicht mehr in Berlin bzw. in Deutschland stattfinden hatte können. So kam Wien wieder ins Spiel und einmal mehr arbeiten die Concord Card Casinos und die EPT zusammen. Als Standort wählte man die Wiener Hofburg. Mitten in Wien, eines der schönsten Gebäude am Ring und ein wahrer Geniestreich. Wien im milden Frühling, direkt in der Stadt – eine atemberaubende Kulisse sowohl drinnen zum Spielen, als auch draußen zum Genießen. Noch heute schwärmen die Spieler davon und viele hoffen, dass es vielleicht irgendwann noch eine Neuauflage gibt. Was nur die wenigsten wissen – im Hintergrund brodelte es gewaltig und es war eine knappe Entscheidung, dass die EPT Wien gar nicht zustande gekommen wäre. Die Steuerforderungen, die letztlich die CCCs nun endgültig in die Knie zwangen, waren schon 2014 ein großes Thema und es war ein Gewaltakt von Peter Zanoni, dass die EPT in der Hofburg zu dem Fest werden konnte, das es schließlich war.

Was zum absoluten Erfolg aus DACH Sicht fehlte, war ein deutschsprachiger Sieg bei einem der Main Events. Beim 1k Eureka Main Event bezwang Zoltan Gal Andreas Freund, beim 5k EPT Main Event landete Marko Neumann auf Rang 3, Anthony Ghamrawi musste sich im Heads-up dem Ukrainer Oleksii Koroshenin geschlagen geben. Dafür gab es aber einige Erfolge bei den Side Events – Natalie Hof sicherte sich das Ladies Event, auch Marius Fritz, Dani Studer, Markus Stöger, Simon Fleischer, Thomas Mühlöcker und Joscha Anzinger konnten sich eines der begeherten Spades sichern.

Geschichte schrieb in dieser Saison aber nicht nur die EPT in der Wiener Hoburg, sondern auch Vicky Coren-Mitchell. 2006 hatte sich die charmante Britin bei der EPT London ihren ersten Titel geholt. 2014 schaffte sie die Sensation und sicherte sich erneut den Titel, dieses Mal bei der EPT Sanremo. Sie war damit der erste/die erste überhaupt mit zwei EPT Titeln. Der Stopp an der italienischen Riviera war wieder im April unmittelbar vor dem Grand Final Monte Carlo, aber auch die Verlegung konnte den Spielerschwund bei diesem Stopp nicht aufhalten.

Beim Grand Final selbst konnte man wieder mehr Spieler anlocken, 650 waren dieses Mal am Start. Auch in Monte Carlo funktionierte das Konzept, die FPS mit der EPT zu kombinieren, trotz des teuren Umfelds waren die günstigeren Side Events ebenso gut besucht wie die teuren High Roller. Mit Sebastian Bredthauer (8.), Sebastian von Toperczer (6.) und Malte Mönnig (3.) waren drei Spieler am Final Table. Der Sieg ging an den Italiener Antonio Buonanno, der sich in einem bizarren Heads-up duchsetzte. Der Italiener hatte sich direkt ins 10k Main Event eingekauft und wollte zum Start vom Heads-up einen Deal machen. Jack Salter war der Chipleader – und nicht an einem Deal interessiert. Er verkaufte Action an Ami Barer und Martin Finger und sah sich schon als Sieger. Doch der Italiener nahm ihm das „No Deal“ übel. Zehn Stunden lang wurde gespielt. Obwohl Jack Salter die meiste Zeit in Führung lag, war es am Ende doch Antonio Buonanno, der über den Sieg und ein Preisgeld von € 1.240.000 jubelte.

Datum Event Buy-In Preispool Teilnehmer Sieger Preisgeld
01. Sep 13 EPT Barcelona  5.300 € 5.984.900 € 1234 Tom Middleton  1.260.100 €
06. Okt 13 EPT London  £5.250 £2.929.400 604 Robin Ylitalo  £909.574
12. Dez 13 EPT Prague  5.300 € 4.883.950 € 1007 Julian Track  994.463 €
07. Jan 14 PokerStars Caribbean Adventure  $10.300 $10.000.700 1031 Dominik Pańka  $1.423.096
26. Jan 14 EPT Deauville  5.300 € 3.220.800 € 671 Sotirios Koutoupas  839.669 €
23. Mrz 14 EPT Vienna 5.300 € 4.413.500 € 910 Oleksii Koroshenin  795.462 €
14. Apr 14 EPT Sanremo  4.900 € 2.480.872 € 556 Victoria Coren Mitchell  660.947 €
26. Apr 14 EPT Monte Carlo Grand Final  10.600 € 6.500.000 € 650 Antonio Buonanno  1.715.526 €

Siehe auch:
Season 1
Season 2
Season 3
Season 4
Season 5
Season 6
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Season 8
Season 9
Season 10
Season 11
Season 12
PokerStars Championship
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